Jugendbildung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Jugendbildung · Nominativ Plural: Jugendbildungen · wird selten im Plural verwendet
Worttrennung Ju-gend-bil-dung
Wortzerlegung JugendBildung
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutungen

1.
(Instrumente und Maßnahmen mit Bezug auf) außerfamiliäre und außerschulische Erziehung und Betreuung Jugendlicher
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: außerschulische Jugendbildung; gesellschaftspolitische, kulturelle, musikalische Jugendbildung
Beispiele:
»Erziehung für die Demokratie ist eine zentrale Aufgabe für Schule und Jugendbildung – Demokratie und demokratisches Handeln können und müssen gelernt werden«, heißt es in der Erklärung [der Kultusministerkonferenz]. [Spiegel, 16.06.2017 (online)]
Eine Definition der Volkshochschule beschreibt diese als Einrichtung der Weiterbildung, die besonders der Erwachsenenbildung dient. Warum eigentlich nicht auch »besonders der Jugendbildung«? [Berliner Zeitung, 18.08.2003]
Mit den Geldern, die sich in diesem Jahr auf 132 Millionen Mark belaufen, werden politische Bildung, kulturelle Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und sportliche Jugendbildung gefördert. [o.A.[dr.], Bundesjugendplan, in: Süddeutsche Zeitung 29.02.1984, S. 2]
[Baden-Württembergs Kultusminister Gerhard] Mayer‑Vorfelder hatte sich […] mit seinen Indiskretionen endgültig von dem überzogenen Vorwurf befreit, ihm gehe es um eine Art vormilitärischer Jugendbildung nach DDR‑Vorbild. [Die Zeit, 01.07.1983]
Sechzehn Jahre später werden in den alten Bundesländern bereits 25.638 Kinder‑ und Jugenderholungen mehr durchgeführt als außerschulische Jugendbildungen. [Thole, Werner. Kinder- und Jugendarbeit, Weinheim: Juventa-Verlag, 2000, S. 158] ungewöhnl. Pl.
2.
veraltet außerfamiliäre, schulische Erziehung und Ausbildung Jugendlicher; in der Jugend (2) empfangene Bildung (1)
Beispiele:
Sie war keine gewöhnliche Frau, bestrebt, die Mängel ihrer Jugendbildung zu ergänzen. [Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von, Erinnerungen 1848–1914, Leipzig: Koehler, 1928., S. 73315]
Epikur, im Jahre 341 als Sohn eines athenischen Schullehrers anscheinend auf der Insel Samos geboren, genoß eine unregelmäßige Jugendbildung, hörte später zu Athen Philosophen verschiedener Richtung, besonders den Demokriteer Nausiphanes, und bezeichnete sich anfangs auch selbst als Anhänger Demokrits. [Vorländer, Karl, Geschichte der Philosophie Band 1 und 2, Leipzig: Meiner 1913, S. 7290]
Dadurch, daß das Oberlyzeum bis zur Reife für die Universität führt, wird als höchstes erreichbares Ziel auch der weiblichen Jugendbildung das Studium hingestellt. Und wer wollte es leugnen, daß, wenn einmal dies als Ideal gilt, nun auch das Streben, dieses Ideal zu erreichen, immer weitere Kreise erfassen wird? [Maydorn, Bernhart, Seminar und Oberlyzeum, in: Pädagogisches Archiv 48 (1906) Nr. 9, S. 516]

Typische Verbindungen zu ›Jugendbildung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jugendbildung‹.

Zitationshilfe
„Jugendbildung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jugendbildung>, abgerufen am 10.07.2020.

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