Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Jungdeutsche, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Jungdeutschen · Nominativ Plural: Jungdeutsche(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Jungdeutschen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einzelne Jungdeutsche.
Worttrennung Jung-deut-sche
Wortzerlegung jung Deutsche2
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Vertreter des Jungen Deutschland, einer (gegen Klassik und Romantik gerichteten) deutschen literarischen Bewegung mit politisch-zeitkritischer Tendenz
etwa von 1830 bis 1850

Verwendungsbeispiele für ›Jungdeutsche‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Jungdeutschen haben heute kaum bessere Bildungschancen als ein brasilianischer Sprössling. [Die Zeit, 14.01.2002, Nr. 02]
Die Jungdeutschen, jene Autorengruppierung, die zur Zeit des Vormärz ein intellektuelles, aufklärerisches Theater anstrebte, verspotten sie. [Die Zeit, 19.06.2000, Nr. 25]
In den Zeiten des Generalgouvernements hielt sich der Papa an die nationalistisch‑rassistischen »Jungdeutschen« und hoffte, im Zeichen der Nazi‑Besetzung Polens Karriere zu machen. [Die Welt, 24.12.2004]
Jedoch gebührt Dresden auch die Ehre, im Jahr 1849 unter Leitung des Jungdeutschen Gutzkow die erste fast unverstümmelte Fassung des Faust I aufgeführt zu haben. [Die Zeit, 30.08.1999, Nr. 35]
Durch die Unklarheit ihrer Konzeptionen und jugendliche Verschwommenheit unterscheiden sich die Jungdeutschen auch von den Junghegelianern. [Greiner, M.: Deutschland. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 21603]
Zitationshilfe
„Jungdeutsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jungdeutsche>.

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