Kämpe, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kämpen · Nominativ Plural: Kämpen
Aussprache 
Worttrennung Käm-pe
eWDG

Bedeutung

Kämpfer, Held, streitbarer Ritter
Beispiele:
spöttisch, scherzhaftdie alten Kämpen tauschten Erinnerungen an gemeinsame sportliche Wettkämpfe aus
dichterischWillst du, daß hier auf Leben und auf Tod / im Gottesgericht ein Kämpe für dich streite? [ WagnerLohengrinI 2]
spöttisch, scherzhaftsie bewunderte Rumpf, der [trotz des vielen Trinkens] seinen klaren Kopf behielt, obwohl berühmte Kämpen nur noch lallten und stotterten [ Kellerm.Totentanz466]
spöttisch, scherzhaftBeide Kämpen [Stichlingmännchen] stehen einander in Drohstellung gegenüber [ K. LorenzEr redete31]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kampf · kämpfen · Kämpfer · Kämpe · kämpferisch
Kampf m. ‘Streit, Schlacht’, ahd. kamph (11. Jh., älter kamphheit, 8. Jh., sigikamph, 9. Jh.), mhd. kampf beruht auf einer frühen Entlehnung (vor der ahd. Lautverschiebung) von lat. campus ‘flaches Feld, Schlachtfeld’, mlat. auch ‘Kampf, Zweikampf’; vgl. mnd. nl. kamp, mnl. aengl. camp. Kampf ums Dasein (19. Jh.) nach engl. struggle for existence, auch for life (Darwin). kämpfen Vb. ‘sich schlagen, verteidigen’, ahd. kemphen (9. Jh.), mhd. kempfen (besonders ‘einen Zweikampf bestehen’). Kämpfer m. ‘wer in einem Kampf steht’, mhd. kempfer. Kämpe m. ‘Kämpfer’ (18. Jh.), modern nur noch poetisch oder historisierend, meist im Sinne von ‘Haudegen’, zeigt nd. Lautform, vgl. asächs. kempio, mnd. kempe gegenüber ahd. kempho (8. Jh.), mhd. kempfe (westgerm. *kampja-). kämpferisch Adj. ‘wie ein Kämpfer, draufgängerisch’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Kämpe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kämpe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kämpe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem desaströsen Ende des Regimes machte er sich schnell daran, die alten Kämpen um sich zu sammeln. [Die Zeit, 11.02.2002, Nr. 06]
Jetzt führen die alten Kämpen noch einmal die alten Rituale auf. [Die Zeit, 22.01.2001, Nr. 04]
So schwoll der Chor der herannahenden Kämpen immer stärker an. [Die Zeit, 25.01.1971, Nr. 04]
In diese passen allenfalls die heldischen Kämpen der „hartgesottenen“ Schule. [Die Zeit, 29.11.1968, Nr. 48]
Eine neue Generation ist herangewachsen, die alten Kämpen genießen schon ihre wohlverdiente Ruhe, auch Rosen‑Rieck. [Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 229]
Zitationshilfe
„Kämpe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/K%C3%A4mpe>.

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