Kämpe, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kämpen · Nominativ Plural: Kämpen
Aussprache
WorttrennungKäm-pe (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

Kämpfer, Held, streitbarer Ritter
Beispiele:
spöttisch, scherzhaft die alten Kämpen tauschten Erinnerungen an gemeinsame sportliche Wettkämpfe aus
dichterisch Willst du, daß hier auf Leben und auf Tod / im Gottesgericht ein Kämpe für dich streite? [WagnerLohengrinI 2]
spöttisch, scherzhaft sie bewunderte Rumpf, der [trotz des vielen Trinkens] seinen klaren Kopf behielt, obwohl berühmte Kämpen nur noch lallten und stotterten [Kellerm.Totentanz466]
spöttisch, scherzhaft Beide Kämpen [Stichlingmännchen] stehen einander in Drohstellung gegenüber [K. LorenzEr redete31]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kampf · kämpfen · Kämpfer · Kämpe · kämpferisch
Kampf m. ‘Streit, Schlacht’, ahd. kamph (11. Jh., älter kamphheit, 8. Jh., sigikamph, 9. Jh.), mhd. kampf beruht auf einer frühen Entlehnung (vor der ahd. Lautverschiebung) von lat. campus ‘flaches Feld, Schlachtfeld’, mlat. auch ‘Kampf, Zweikampf’; vgl. mnd. nl. kamp, mnl. aengl. camp. Kampf ums Dasein (19. Jh.) nach engl. struggle for existence, auch for life (Darwin). kämpfen Vb. ‘sich schlagen, verteidigen’, ahd. kemphen (9. Jh.), mhd. kempfen (besonders ‘einen Zweikampf bestehen’). Kämpfer m. ‘wer in einem Kampf steht’, mhd. kempfer. Kämpe m. ‘Kämpfer’ (18. Jh.), modern nur noch poetisch oder historisierend, meist im Sinne von ‘Haudegen’, zeigt nd. Lautform, vgl. asächs. kempio, mnd. kempe gegenüber ahd. kempho (8. Jh.), mhd. kempfe (westgerm. *kampja-). kämpferisch Adj. ‘wie ein Kämpfer, draufgängerisch’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

alt altgedient beid bewährt erfahren ergraut erprobt streitbar verdient wacker

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kämpe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach dem desaströsen Ende des Regimes machte er sich schnell daran, die alten Kämpen um sich zu sammeln.
Die Zeit, 11.02.2002, Nr. 06
Die alte Taktik hat ausgedient und mit ihr sind die alten Kämpen von Bord gegangen.
Süddeutsche Zeitung, 05.09.1998
Eine neue Generation ist herangewachsen, die alten Kämpen genießen schon ihre wohlverdiente Ruhe, auch Rosen-Rieck.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 229
Dann waren Armbrüche und schwere Gehirnerschütterungen bei den einzelnen Kämpen keine Seltenheit, von blutigen Nasen, Ohren und Knien gar nicht zu reden.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 140
Dankwart, in der deutschen Sage Bruder Hagens, ein Kämpe der Nibelungen, fällt durch die Hand Helfrichs.
o. A.: D. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 19729
Zitationshilfe
„Kämpe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kämpe>, abgerufen am 12.11.2018.

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