Kübel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kübels · Nominativ Plural: Kübel
Aussprache
WorttrennungKü-bel
Wortbildung mit ›Kübel‹ als Erstglied: ↗Kübelmann · ↗Kübelwagen · ↗kübelweise
 ·  mit ›Kübel‹ als Letztglied: ↗Abfallkübel · ↗Aschekübel · ↗Aschenkübel · ↗Aschkübel · ↗Blumenkübel · ↗Champagnerkübel · ↗Coloniakübel · ↗Eiskübel · ↗Jauchekübel · ↗Jauchenkübel · ↗Koloniakübel · ↗Mistkübel · ↗Schmutzkübel · ↗Spülkübel · ↗Wasserkübel
eWDG, 1969

Bedeutung

(mit einem oder zwei Henkeln versehenes) größeres, meist rundes Holzgefäß oder Metallgefäß, das oben weiter als unten ist
Beispiele:
ein Kübel (mit, voll) Wasser
ein Kübel für Abfälle, mit Farbe
die Kübel leeren
einen Kübel ausschütten, ausgießen
salopp es gießt wie mit, wie aus Kübeln (= es regnet sehr stark)
umgangssprachlich, abwertend, übertragen
Beispiel:
Kübel von, voll Schmutz, Bosheit, Verleumdung über jmdn., jmdm., etw. ausgießen
Gefäß, das in Gefängniszellen zur Aufnahme der Exkremente dient
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kübel m. ‘eimerähnliches Gefäß’, ahd. kubilo (10. Jh.), vgl. auch miluhkubilo, miluhkubilī ‘Milchkübel’ (11. Jh.), mhd. kübel. Die Bezeichnung des Gefäßes gelangt mit der römischen Weinkultur aus der Provence (oder aus Oberitalien?, vgl. tosk. cupile ‘Bienenstock’) ins Obd. und dringt von dort aus nach Norden vor. Ausgangsform für die Entlehnung ist wahrscheinlich aprov. cubel ‘kleiner Bottich’ (vereinzelt für das 14. Jh. nachgewiesen, vgl. aber in derselben Bedeutung auch die Weiterbildung aprov. cubelot und in Südfrankreich belegtes mlat. cubellus, cubellum). Voraus gehen spätlat. cūpella, selten cūpellum, cūpillum ‘kleine Kufe’, Deminutiva von lat. cūpa ‘Kufe, Tonne, größeres Holzgefäß’ (s. ↗Kufe). Zum Entlehnungsvorgang vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 215 und FEW 2, 1550.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bottich · Kübel  ●  ↗Eimer  Hauptform · ↗Kessel  schweiz.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Bottich · Kübel · ↗Tank · ↗Trog · ↗Wanne · ↗Zuber

Typische Verbindungen
computergeneriert

Balkonkasten Eimer Hohn Holzpritsche Kasten Kübel Notdurft Palme Schale Schmutz Sonnenblume Spott Topf Unrat Vase ausgießen auskippen ausleeren ausschütten entleeren ergießen gefüllt gießen hölzern leeren pflanzen schütten silbern übergießen überschütten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kübel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um dafür den Beton zu mischen, reichten noch große Kübel.
Der Tagesspiegel, 24.08.2003
Aber seither ist nichts geschehen, ich überließ diese Kübel ihrem Schicksal.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 232
Es hat zwar inzwischen aufgehört wie aus Kübeln zu schütten.
Bild, 23.01.1999
Der Kot des Kübels rann um ihn, langsam, dann hielt er an.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1013
In der zweiten Nacht spuckt er das zweite Drittel in den Kübel.
Weiß-Rüthel, Arnold: Musketier Reue. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 219
Zitationshilfe
„Kübel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kübel>, abgerufen am 14.12.2018.

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