Küchenschelle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKü-chen-schel-le
WortzerlegungKücheSchelle1
eWDG, 1969

Bedeutung

Kuhschelle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Küchenschelle · Kuhschelle
Küchenschelle f. Kuhschelle f. Frühlingsblume, Pulsatilla. Kuchenschel (16. Jh.), Küchenschälle (18. Jh.), Kuschellen, Küheschelle (16. Jh.) sind Zusammensetzungen mit dem Grundwort ↗Schelle ‘Glöckchen’ (s. d.) im Hinblick auf die glockenförmige Blütenform. Unklar ist hingegen die Herkunft des ersten Kompositionsgliedes. Die Anklänge an Kuh (diminutiv Kühchen) oder Küche sind sekundär (die Pflanze ist giftig und findet in der Küche keine Verwendung) und beruhen auf volksetymologischer Umdeutung. ¹DWB 5, 2509 und Marzell 1, 293 ff. vermuten im ersten Bestandteil des Namens bair. öst. Gucke, Kucke ‘hohle, halbe Eierschale’, z. B. in öst. Oarst-, Zarschtgukn (d. h. Erst-, Zuerst- als Frühblüher), entstellt zu Arschkucke, -gucke (18. Jh.) für ‘Küchenschelle’; vgl. entsprechendes frz. coquelourde, zu frz. coque ‘Eierschale’. Damit würden sich beide Bestandteile des Kompositums auf die Blütenform beziehen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

echt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Küchenschelle‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den Tagebüchern, das wußte ich gar nicht, ich blättere, da finde ich verblaßte Blütenblätter, gepreßte Küchenschellen!
Die Zeit, 27.09.1996, Nr. 40
In den Tagebüchern, das wußte ich gar nicht, ich blättere, da finde ich verblaßte Blütenblätter, gepreßte Küchenschellen!
Die Zeit, 30.09.1996, Nr. 40
Im Juli und August blühen am Wegesrand Alpenlattich, Alpenhabichtskraut und Weiße Küchenschelle.
Der Tagesspiegel, 06.07.2001
Die zwischen fünf und 50 Zentimeter hohe Küchenschelle steht unter Naturschutz und wächst auf warmen und trockenen Magerwiesen.
Süddeutsche Zeitung, 28.10.1995
Seltene und selten gewordene Pflanzen, wie die sibirische Iris, die Küchenschelle und der Königsfarn, wachsen auf den Wiesen; dichte Nadelwälder bedecken die sandigen Böden.
Süddeutsche Zeitung, 16.11.1999
Zitationshilfe
„Küchenschelle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Küchenschelle>, abgerufen am 19.11.2018.

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