Küchlein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Küchleins · Nominativ Plural: Küchlein
Aussprache
WorttrennungKüch-lein
eWDG, 1969

Bedeutungen

gehoben Küken
Beispiel:
[das leise] Zirpen der in den Mauernesseln aus- und einschlüpfenden Küchlein [Droste-Hülsh.1003]
übertragen junges, unerfahrenes Mädchen
Beispiel:
Die Meisterin will, daß die Novizinnen […] die unschuldigen Küchlein des Ordens seien [WerfelBernadette511]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Küken · Küchlein
Küken n. das Junge vom Hausgeflügel (besonders vom Huhn). Mnd. kǖken ‘Vogeljunges, insbesondere des Huhns’ (vgl. md. kuchen, 14. Jh.), nd. Küken wird im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. Gebildet mit dem Suffix zur Bezeichnung von Tierjungen ie. -īno-, -eino-, germ. -īna- (s. ↗Füllen, ↗Schwein), ist es wie mnl. kiekijn, kieken, kūken, nl. kuiken, aengl. cīcen, engl. chicken und (mit anderem Suffix) anord. kjūklingr ‘Gänschen’, schwed. kyckling eine Deminutivbildung zu lautnachahmendem germ. *kiuk-, *kū̌k-, vgl. mnd. kuke (15. Jh.) sowie (germ. *kok-) aengl. cocc, engl. cock, anord. kokr ‘Hahn’ und s. ↗Gockel. Das nd. Wort verdrängt gleichbed. Küchlein n. mhd. (md.) kuchil, frühnhd. keuchel, kuchelīn, küchlein (15. Jh.), ebenfalls Bildungen mit Deminutivsuffixen (s. ↗-lein).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Küken  ●  ↗Kücken  österr. · Kippchen  ugs. · Küchlein  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

backen formen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Küchlein‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In die weichen Küchlein rollt man die knusprige Pekingente ein.
Der Tagesspiegel, 02.03.2003
Üblich ist es, die Küchlein in Schachteln zu sechs oder acht Stück zu verschenken.
Die Welt, 12.09.2000
Die Küchlein auf Teller legen und mit dem Passionsfruchtfleisch und dem aufgewärmten Sirup garnieren.
Die Zeit, 29.09.2004, Nr. 40
Küchlein auf Teller legen und mit dem Passionsfruchtfleisch sowie dem aufgewärmten Sirup garnieren.
Die Zeit, 31.03.2004, Nr. 14
Die in Öl gebratenen Küchlein mit dem Loch in der Mitte waren ein großer Erfolg, Rosenberg reichte sie in zahllosen triefenden Varianten, mit Kaffee.
Süddeutsche Zeitung, 28.09.2002
Zitationshilfe
„Küchlein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Küchlein#1>, abgerufen am 24.10.2019.

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Küchlein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Küchleins · Nominativ Plural: Küchlein
Aussprache
WorttrennungKüch-lein
WortzerlegungKuchen-lein
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
kleiner Kuchen (Lesart 1)
Beispiele:
Diese kleinen Küchlein sind sehr süß und basieren auf Scones-Teig. Daher sollten sie zum Beispiel nach einen deftigen Mahl verzehrt werden oder zum Beispiel zum Tee. [Vollweibkost, 12.07.2015, aufgerufen am 29.04.2016]
Ein Frau erzählt, wie viel Arbeit es mache, den Teig erst auszurollen, mit Marmeladenklecksen zu versehen und noch eine Lage Teig drüberzulegen, um dann die Küchlein auszustechen. [Süddeutsche Zeitung, 12.02.2010]
Glücklicherweise vorher einen Café noir in dem schönen Madeleinecafé – dem größten unter den mehreren dort; denn bei Gazier gab es statt Kaffee Aperitifs u. winzige Küchlein. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1956. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 570. Zitiert nach: Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1956.]
2.
meist kleine, oft aus Teig, Hackfleisch oder anderen Zutaten geformte frittierte, gebratene oder gebackene Speise
Beispiele:
Die Käse-Zwiebel-Wähe […] ist ein Küchlein von sicher 20 Zentimetern Durchmesser, mit knusprigem Teig und substanziellem Belag. [Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2017]
Großzügige Mengen Rapsöl, Knoblauch und Thymian in die Pfanne geben, erhitzen, die Küchlein von beiden Seiten jeweils 2 Minuten braten. [Zeit Magazin, 15.04.2015, Nr. 15]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Küken · Küchlein
Küken n. das Junge vom Hausgeflügel (besonders vom Huhn). Mnd. kǖken ‘Vogeljunges, insbesondere des Huhns’ (vgl. md. kuchen, 14. Jh.), nd. Küken wird im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. Gebildet mit dem Suffix zur Bezeichnung von Tierjungen ie. -īno-, -eino-, germ. -īna- (s. ↗Füllen, ↗Schwein), ist es wie mnl. kiekijn, kieken, kūken, nl. kuiken, aengl. cīcen, engl. chicken und (mit anderem Suffix) anord. kjūklingr ‘Gänschen’, schwed. kyckling eine Deminutivbildung zu lautnachahmendem germ. *kiuk-, *kū̌k-, vgl. mnd. kuke (15. Jh.) sowie (germ. *kok-) aengl. cocc, engl. cock, anord. kokr ‘Hahn’ und s. ↗Gockel. Das nd. Wort verdrängt gleichbed. Küchlein n. mhd. (md.) kuchil, frühnhd. keuchel, kuchelīn, küchlein (15. Jh.), ebenfalls Bildungen mit Deminutivsuffixen (s. ↗-lein).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Küken  ●  ↗Kücken  österr. · Kippchen  ugs. · Küchlein  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

backen formen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Küchlein‹.

Zitationshilfe
„Küchlein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Küchlein#2>, abgerufen am 24.10.2019.

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Küchlein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Küchleins · Nominativ Plural: Küchlein
Aussprache [ˈkyçlaɪ̯n]
WorttrennungKüch-lein
WortzerlegungKüche-lein
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

selten kleine Küche (Lesart 1)
Beispiele:
[In der Ferienwohnung gibt es ein] Küchlein mit zwei Elektrokochplatten, Kühlschrank, Kaffeemaschine, Schnellkochkanne und Mikrowelle. [http://www.ferienhauser-tschechei.de, 11.02.2016, aufgerufen am 15.09.2018]
Es ist nur eine einfache Wohnung mit einem Küchlein, einem WC und einem Schlafzimmer. [Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2010]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Küken · Küchlein
Küken n. das Junge vom Hausgeflügel (besonders vom Huhn). Mnd. kǖken ‘Vogeljunges, insbesondere des Huhns’ (vgl. md. kuchen, 14. Jh.), nd. Küken wird im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. Gebildet mit dem Suffix zur Bezeichnung von Tierjungen ie. -īno-, -eino-, germ. -īna- (s. ↗Füllen, ↗Schwein), ist es wie mnl. kiekijn, kieken, kūken, nl. kuiken, aengl. cīcen, engl. chicken und (mit anderem Suffix) anord. kjūklingr ‘Gänschen’, schwed. kyckling eine Deminutivbildung zu lautnachahmendem germ. *kiuk-, *kū̌k-, vgl. mnd. kuke (15. Jh.) sowie (germ. *kok-) aengl. cocc, engl. cock, anord. kokr ‘Hahn’ und s. ↗Gockel. Das nd. Wort verdrängt gleichbed. Küchlein n. mhd. (md.) kuchil, frühnhd. keuchel, kuchelīn, küchlein (15. Jh.), ebenfalls Bildungen mit Deminutivsuffixen (s. ↗-lein).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Küken  ●  ↗Kücken  österr. · Kippchen  ugs. · Küchlein  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

backen formen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Küchlein‹.

Zitationshilfe
„Küchlein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Küchlein#3>, abgerufen am 24.10.2019.

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