Kühnheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kühnheit · Nominativ Plural: Kühnheiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKühn-heit (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von kühn (Lesart a u. b)
entsprechend der Bedeutung von kühn (Lesart a)
Beispiele:
mit beispielloser Kühnheit für etw. kämpfen
die Kühnheit eines Entschlusses, Unternehmens
die Kühnheit der Astronauten ist zu bewundern
Kühnheit aufbringen, beweisen
die Kühnheit (= Keckheit) seiner Komplimente gefiel den Damen
Der Tat bedarf's jetzt, Kühnheit muß entscheiden [SchillerStuartIII 6]
entsprechend der Bedeutung von kühn (Lesart b)
Beispiele:
die Kühnheit der Gedanken
die Ablehnung der Einladung wurde als unerhörte Kühnheit empfunden
er besitzt die Kühnheit, eigene Bahnen zu gehen
die Kühnheit (= Eigenwilligkeit, Originalität) eines künstlerischen Entwurfs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kühn · Kühnheit
kühn Adj. ‘beherzt, verwegen, mutig’, ahd. kuoni ‘tapfer, stark’ (9. Jh.), mhd. küen(e) ‘kampfeslustig, stark’, mnd. kȫne, ku̔ne, aengl. cēne ‘kühn, weise’, engl. keen ‘scharf, erpicht, heftig’, mnl. coene, nl. koen ‘mutig, herzhaft’, anord. kœnn ‘klug, kundig, erfahren’ führt auf germ. *kōnja-, Adjektivbildung im Sinne von ‘wer verstehen kann, erfahren, weise’ zu dem unter ↗können (s. d.) behandelten Verb. Die Bedeutung ‘mutig, stark, scharf’ entwickelt sich aus ‘im Kampfe erfahren, tüchtig’; vgl. aengl. gārcēne ‘mutig im Kampf’ (eigentlich ‘ger-, speererfahren’), anord. vīgkœnn ‘kampferfahren’. Kühnheit f. ahd. (9. Jh.), mhd. kuonheit.

Thesaurus

Synonymgruppe
Courage · ↗Engagement · ↗Herzhaftigkeit · Kühnheit · ↗Mannhaftigkeit  ●  ↗Mut  Hauptform · ↗Bravour  geh. · ↗Bravur  geh., alte Schreibung bis 2017 · ↗Mumm  ugs. · ↗Traute  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Kühnheit · ↗Mut · ↗Verwegenheit  ●  ↗Schneid  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eleganz Entschlossenheit Harmonik Klugheit Kühnheit Mut Opfermut Originalität Radikalität Tapferkeit Verwegenheit Wagemut Zähigkeit architektonisch atemberaubend beispiellos bewundernswert chromatisch formal gedanklich harmonisch klanglich koloristisch kompositorisch sprachlich stilistisch unerhört unglaubwürdig verblüffen visionär

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kühnheit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber die eigenen Strukturen schon darauf einzustellen, dass sie gelingt, setzt einige Kühnheit voraus.
Der Tagesspiegel, 14.01.2004
Es kann verlegerische Kühnheit genannt werden, wenn dafür vierzig Mark verlangt werden.
Süddeutsche Zeitung, 11.10.1995
In der Kühnheit vieler Werke war er seiner Zeit voraus.
Allan, Jean Mary: Chisholm. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 17585
Und ich hatte die Kühnheit, ein Konzert mit nur eigenen Kompositionen anzuzeigen.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29117
Rationalistische Kühnheit paarte sich mit Kenntnis der Tradition und volkstümlichem Ton.
Borst, A.: Honorius Augustodunensis. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 14825
Zitationshilfe
„Kühnheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kühnheit>, abgerufen am 23.04.2019.

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