Kabarettist, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kabarettisten · Nominativ Plural: Kabarettisten
Aussprache 
Worttrennung Ka-ba-ret-tist
Herkunft Französisch
Wortzerlegung Kabarett1-ist
Wortbildung  mit ›Kabarettist‹ als Erstglied: ↗Kabarettistin · ↗kabarettistisch
eWDG, 1969

Bedeutung

Künstler an einem Kabarett
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kabarett · Kabarettist
Kabarett n. ‘Kleinkunstbühne’ (für literarische und zeitbezogene politisch-satirische Darbietungen). Im 17. Jh. gelangt frz. cabaret ‘Schenke’ ins Dt., eine Entlehnung aus mnl. cabret, wohl einer entnasalierten Form von mnl. cambret, cameret, das seinerseits auf apikard. camberete, Deminutivum zu cambre ‘Zimmer, Stube’ (afrz. frz. chambre, s. ↗Kammer), zurückgehen könnte (Bloch/W. ⁶95). Noch in der 2. Hälfte des 19. Jhs. ist Cabaret, Kabarett im Sinne von ‘Wirtshaus, Schenke’ belegt. Die heutige Bedeutung setzt sich erst gegen Ende des 19. Jhs. mit den nach frz. Vorbild entstehenden Kleinkunstbühnen (frz. cabarets) durch. Kabarettist m. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kabarettist [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Kabarettist‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kabarettist‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kabarettist‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kommt man als junger Kabarettist überhaupt um das Fernsehen herum?
Süddeutsche Zeitung, 19.10.1999
Von meiner Zeit als Kabarettist bin ich es gewohnt, an Wirkungen zu denken.
Der Tagesspiegel, 20.10.1998
Aus gesundheitlichen Gründen trat er als Leiter zurück, wirkte aber als Kabarettist und Textautor weiter mit.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - S. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 20206
Der Kabarettist Werner Finck kehrt aus einem italienischen Kriegsgefangenenlager nach Deutschland zurück.
o. A.: 1945. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 4640
Denn die böse Schwiegermutter von ehedem, Mittelpunkt unzähliger Witze und Zielscheibe des Spottes vieler Conférenciers und Kabarettisten, gibt es kaum noch.
Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 147
Zitationshilfe
„Kabarettist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kabarettist>, abgerufen am 03.12.2020.

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