Kaffeekasse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kaffeekasse · Nominativ Plural: Kaffeekassen
Aussprache [kaˈfeːkasə] · ['kafeːˌkasə]
Worttrennung Kaf-fee-kas-se
Wortzerlegung Kaffee1Kasse
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

gemeinsame Kasse eines Büros, eines Geschäfts o. Ä. zur Finanzierung von Getränken und anderen Kleinigkeiten für die Mitarbeiter
Beispiele:
Komm vorbei[…] zu unserem Volkshochschule-Weihnachtsbasar, wo wir unsere kreativen Sachen verkaufen, und nimm einen Strohengel mit (für 20 Cent, kommt in die Kaffeekasse)! [Süddeutsche Zeitung, 24.12.2016]
Experimente zeigen zum Beispiel, dass Menschen freiwillig mehr Geld in eine Kaffeekasse zahlen, wenn Fotos menschlicher Augen daneben aufgehängt werden. [Zeit Wissen, 08.12.2009, Nr. 01]
Eigentlich muss das Trinkgeld an den Krankenhausträger weitergeleitet werden. Aber meist wird darauf verzichtet – das Geld kommt in die Kaffeekasse. [Bild, 09.09.2000]
Auszüge aus dem zwanzigseitigen Beamtenknigge: Die »Tasse Kaffee«, wahlweise »Saft«, ist erlaubt, Geldzuwendungen, etwa für die »Kaffeekasse« sind genauso verboten wie Geschenke zu »Weihnachten, Jahreswechsel, Geburtstag, Jubiläum.« [Die Zeit, 30.08.1996, Nr. 36]
Und jetzt, nach drei Wochen, werden die Getränke aus der Kaffeekasse bezahlt, das Solarium ist auch nicht umsonst, und die Wohnung ist bloß eine kleine Mansarde. [Jentzsch, Kerstin, Seit die Götter ratlos sind, Berlin: Verl. Das Neue Berlin 1994, S. 289]
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siehe auch Portokasse
Phrasem:
aus der, jmds. Kaffeekasse (= mit einer Geldsumme, die für eine Person oder Firma angesichts üppiger finanzieller Mittel lächerlich gering ist)
Beispiele:
Insgesamt hat [das Mineralölunternehmen] Rosneft in den vergangen Jahren gut fünf Milliarden Euro nach Caracas überwiesen. Selbst für einen russischen Ölriesen, dessen Umsatz im vergangenen Jahr etwa 68 Milliarden Euro betrug, ist das kein Geld aus der Kaffeekasse. [Die Zeit, 20.08.2017 (online)]
Und die [Firma] will sich ein Renommierprojekt, das in drei von zehn Jahren seines Bestehens sogar Verlust machte, nicht mehr gönnen, auch wenn sie sich [das Plattenlabel] JMT mit einem jährlichen Produktionsvolumen von etwa einer halben Million Mark aus der Kaffeekasse leisten könnte […]. [Süddeutsche Zeitung, 22.12.1995]
Die Bußgelder könnten sie [Firmen, die illegale Arbeiter beschäftigen] aus der Kaffeekasse zahlen. [Berliner Zeitung, 06.09.1993]

Typische Verbindungen zu ›Kaffeekasse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kaffeekasse‹.

Zitationshilfe
„Kaffeekasse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kaffeekasse>, abgerufen am 27.05.2020.

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