Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kalamität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kalamität · Nominativ Plural: Kalamitäten
Aussprache 
Worttrennung Ka-la-mi-tät
Wortbildung  mit ›Kalamität‹ als Letztglied: Geldkalamität
Herkunft aus gleichbedeutend calamitéfrz oder direkt aus calamitāslat ‘Schaden, Unheil, Unglück, Verderben’

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] Schwierigkeit, Missstand
    1. [veraltet] Unglück, Unheil
  2. 2. [Biologie] seuchenhafter Schädlingsbefall der Kulturpflanzen
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich Schwierigkeit, Missstand
Beispiele:
wirtschaftliche, innenpolitische Kalamitäten führten zur Ablösung der Regierung
die neue Straßenbahnlinie hilft der Kalamität im Berufsverkehr etwas ab
ich bin in einer ziemlich großen Kalamität
veraltet Unglück, Unheil
Beispiel:
Wißt, daß … bei allen schweren Kalamitäten, die über das Christenvolk hereinbrachen, das Ende der Welt von heute auf morgen erwartet wurde [ C. F. MeyerJenatsch1,67]
2.
Biologie seuchenhafter Schädlingsbefall der Kulturpflanzen
Beispiel:
Die Kenntnis der Überwinterungsstadien ist für die Schädlingsbekämpfung, vor allem für die Voraussage zu erwartender Kalamitäten … wichtig [ Urania1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalamität f. ‘Schwierigkeit, peinliche Lage, Unglück’, Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. frz. calamité oder direkt aus lat. calamitās (Genitiv calamitātis) ‘Schaden, Unheil, Unglück, Verderben’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Krise · Misere · Missstand · Tragik · Verhängnis · angespannte Lage · kritische Situation · missliche Lage · schlimmer Zustand · Übel  ●  Elend  geh., übertreibend · Kalamität  geh., lat. · Krisis  geh., veraltend · Malaise  fachspr. · Schlamassel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kalamität‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kalamität‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kalamität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und genau diese Kalamität versucht sie sehr geschickt zu vermeiden. [Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17]
Soweit ich sehe, hat die international vernetzte sozial‑ökonomische Wissenschaft diese gefährliche europäische Kalamität bisher relativ gelassen ertragen. [Die Zeit, 17.01.2011, Nr. 03]
Verheerende Kalamitäten in den neuen Wäldern ließen nicht lange auf sich warten. [Die Zeit, 04.08.2008, Nr. 31]
Die Kalamität begann, sobald diese Übereinstimmung nicht hergestellt werden konnte. [Die Zeit, 28.10.1954, Nr. 43]
Es war eine Zeit der wirtschaftlichen Kalamität, und dazu kam der Druck des Sozialistengesetzes. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1270]
Zitationshilfe
„Kalamität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kalamit%C3%A4t>.

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