Kalamität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kalamität · Nominativ Plural: Kalamitäten
Aussprache
WorttrennungKa-la-mi-tät (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kalamität‹ als Letztglied: ↗Geldkalamität
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich Schwierigkeit, Missstand
Beispiele:
wirtschaftliche, innenpolitische Kalamitäten führten zur Ablösung der Regierung
die neue Straßenbahnlinie hilft der Kalamität im Berufsverkehr etwas ab
ich bin in einer ziemlich großen Kalamität
veraltet Unglück, Unheil
Beispiel:
Wißt, daß ... bei allen schweren Kalamitäten, die über das Christenvolk hereinbrachen, das Ende der Welt von heute auf morgen erwartet wurde [C. F. MeyerJenatsch1,67]
2.
Biologie seuchenhafter Schädlingsbefall der Kulturpflanzen
Beispiel:
Die Kenntnis der Überwinterungsstadien ist für die Schädlingsbekämpfung, vor allem für die Voraussage zu erwartender Kalamitäten ... wichtig [Urania1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalamität f. ‘Schwierigkeit, peinliche Lage, Unglück’, Entlehnung (17. Jh.) aus gleichbed. frz. calamité oder direkt aus lat. calamitās (Genitiv calamitātis) ‘Schaden, Unheil, Unglück, Verderben’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Krise · ↗Misere · ↗Missstand · ↗Tragik · ↗Verhängnis · kritische Situation · missliche Lage · schlimmer Zustand  ●  Kalamität  geh., lat. · ↗Krisis  geh., veraltend · ↗Malaise  fachspr. · ↗Schlamassel  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausweg Katastrophe Ursache aktuell arg befreien bewahren demographisch finanziell gegenwärtig geraten herauskommen stecken stürzen verdeutlichen wirtschaftlich ökonomisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kalamität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Große Koalition kann noch mehr Kalamitäten nicht gebrauchen, droht sie doch ohnehin schon zu implodieren.
Die Welt, 11.06.1999
Und genau diese Kalamität versucht sie sehr geschickt zu vermeiden.
Die Zeit, 22.04.1999, Nr. 17
Es war eine Zeit der wirtschaftlichen Kalamität, und dazu kam der Druck des Sozialistengesetzes.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1270
So habe ich auch gar keine Neigung, unter diesen Kalamitäten zu leiden, sie sind mir höchstens lästig und machen mich gelegentlich nervös.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Von Paul zu Pedro. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 10969
Damals kam mir die ganze Kalamität zum Bewußtsein, denn Professor Ulrich wußte selbst nicht, auf welche Weise er diesen furchtbaren Infektionsprozeß beherrschen konnte.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 135
Zitationshilfe
„Kalamität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kalamität>, abgerufen am 22.03.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kalamit
Kalamarien
Kalabreser
Kalabasse
Kala-Azar
Kalanchoe
Kalander
Kalandsbrüder
kalaschen
Kalaschnikow