Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kalk, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kalk(e)s · Nominativ Plural: Kalke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Kalk‹ als Erstglied: Kalkansatz · Kalkanwurf · Kalkbeton · Kalkbewurf · Kalkboden · Kalkbottich · Kalkbrenner · Kalkbrennerei · Kalkdünger · Kalkdüngung · Kalkfarbe · Kalkfelsen · Kalkgebirge · Kalkgehalt · Kalkgrube · Kalkkelle · Kalklunge · Kalkmangel · Kalkmergel · Kalkmilch · Kalkmörtel · Kalkofen · Kalkoolith · Kalkpflanze · Kalkpräparat · Kalksalpeter · Kalksandstein · Kalkschiefer · Kalkschwamm · Kalksinter · Kalkspat · Kalkspritzer · Kalkstein · Kalkstickstoff · Kalktuff · Kalkwand · Kalkwasser · Kalkwerk · kalkarm · kalkhaltig · kalkreich · kalkweiß · kalkähnlich
 ·  mit ›Kalk‹ als Letztglied: Branntkalk · Chlorkalk · Futterkalk · Industriekalk · Löschkalk · Madreporenkalk · Muschelkalk · Zementkalk
 ·  mit ›Kalk‹ als Grundform: kalken

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Sammelbezeichnung für einige Kalziumverbindungen
    1. [übertragen] ...
  2. 2. [Landwirtschaft] Synonym zu Kalkdünger
eWDG

Bedeutungen

1.
Sammelbezeichnung für einige Kalziumverbindungen
Beispiele:
gebrannter, (un)gelöschter, gemahlener Kalk
Kalk brennen, löschen
das Haus mit Kalk (= Kalkmörtel) bewerfen
die Wände mit Kalk (= Kalkmilch) streichen, weißen
der Kalk blättert, platzt von den Wänden (ab)
sein Gesicht, er wurde plötzlich weiß, blass wie Kalk
übertragen
Beispiel:
saloppbei ihm rieselt schon der Kalk (= er wird langsam alt, hat keinen jugendlichen Schwung mehr)
2.
Landwirtschaft Synonym zu Kalkdünger
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalk · kalken · kalkig · Kalkstein · Kalzium
Kalk m. ‘gebrannter Kalkstein’, oft auch ‘Mörtel, Tünche’, ahd. (8. Jh.), mhd. kalc, entlehnt aus lat. calx (Genitiv calcis) ‘Stein, Kalkstein, roher oder gelöschter Kalk’, griech. chálix (χάλιξ), einem Wort, das die Germanen mit dem Steinbau bei den Römern kennenlernen, vgl. asächs. mnd. kalk, mnl. calc, nl. kalk, aengl. *cælc, cealc (woraus engl. chalk ‘Kreide’). kalken Vb. ‘mit Kalkmilch streichen, tünchen’, ahd. (9. Jh.), mhd. kelken. kalkig Adj. ‘kalkhaltig, weiß von Kalk, bleich wie Kalk’ (18. Jh.), älter (17. Jh.) kalkicht. Kalkstein m. (15. Jh.). Kalzium n. weiches, silberglänzendes Leichtmetall, engl. calcium, gelehrte Bildung des englischen Chemikers Davy (1808) zu lat. calx (s. oben).

Thesaurus

Chemie, Geologie
Synonymgruppe
Calciumcarbonat · Calciumkarbonat · Kalk · Kalziumkarbonat · kohlensaurer Kalk  ●  CaCO3  fachspr., Summenformel, chemisch · E 170  fachspr., E-Nummer
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kalk‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kalk‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kalk‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie ist eine Folge von Mangel an Kalk in den Knochen. [Die Landfrau, 05.09.1925]
Es war sinnlos, in den Kalk mit dem kurzen Spaten eindringen zu wollen. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 101]
Dabei stand er mit einem Fuß immer im Kalk, und so blieb dieser im Wachstum zurück. [Der Spiegel, 18.03.1985]
An der Farbe des glühenden Eisens erkennt Kalk die richtige Temperatur des Eisens. [Die Zeit, 28.12.2009, Nr. 52]
Der Kalk tropfte von der Decke, und die Wände hatten die Worte bereits verschluckt, die man darauf geschrieben hatte. [Die Zeit, 29.03.1991, Nr. 14]
Zitationshilfe
„Kalk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kalk>.

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