Kamin, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kamins · Nominativ Plural: Kamine
Aussprache
WorttrennungKa-min
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Kamin‹ als Erstglied: ↗Kaminfeger · ↗Kaminfeuer · ↗Kaminholz · ↗Kaminkehrer · ↗Kaminofen · ↗Kaminsims
 ·  mit ›Kamin‹ als Letztglied: ↗Abzugskamin · ↗Kachelkamin · ↗Turmkamin
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
zur Raumbeheizung dienende offene, unmittelbar an den Schornstein angeschlossene Feuerstelle, die sich meist in der Wand befindet
Beispiele:
am warmen Kamin sitzen
im Kamin brannte Feuer
sie starrte in die Flammen des (offenen) Kamins
2.
landschaftlich Schornstein
Beispiele:
rauchende Kamine
den Kamin kehren
Der Sturm riß Ziegel und Kamine von den Dächern [KolbSchaukel199]
salopp, übertragen etw. in den Kamin schreibenetw. verloren geben
Beispiel:
ihr macht euch kontraktbrüchig. Dann könnt ihr das Verdiente in den Kamin schreiben [MarchwitzaJugend169]
3.
Bergsport Raum zwischen zwei dicht einander gegenüberliegenden steilen Felswänden
Beispiel:
einen Kamin durchklettern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kamin · Kaminfeger
Kamin m. ‘offene Feuerstelle mit Rauchfang’, mhd. kamīn, kemīn ‘Feuerstätte, Feuerherd’, frühnhd. ‘Schornstein’, entlehnt aus lat. camīnus ‘Feuerstätte, Schmelzofen, Schmiedeesse, Kamin zur Heizung des Zimmers’, das seinerseits auf griech. kámīnos (κάμινος) ‘Schmelz-, Brennofen’ (einem Lehnwort unbekannter Herkunft) beruht. Schon früh bezeichnet Kamin in West- und Süddeutschland den geschlossenen Rauchabzug (gegenüber ↗Esse, ↗Rauchfang, ↗Schlot, ↗Schornstein, s. d., in anderen Landschaften); vgl. Kaminfeger m. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abgaskanal · ↗Abzug · ↗Abzugsrohr · ↗Esse · Kamin · ↗Rauchfang · ↗Schlot · ↗Schornstein  ●  ↗Rauchfang  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Kamineffekt · Naturzug
Synonymgruppe
Kamin · ↗Ofen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eßzimmer Feuer Fußbodenheizung Glut Holzscheit Kachelofen Kaminofen Marmor Ofen Plauderei Rauch Salon Sauna Scheit Sessel Sims Speisezimmer Träumerei Whirlpool Wohnzimmer flackern flackernd gemauert knistern knisternd lodern lodernd offen prasseln prasselnd

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kamin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Kamin vermochte die Fülle der Röcke nicht zu fassen, die nun nachgeworfen werden mußten.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 39
Der Kamin vermochte die Fülle der Röcke nicht zu fassen, die nun nachgeworfen werden mußten.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 39
Ständig war das Holz feucht oder der Wind drückte auf den Kamin.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 172
Zählt der Abstieg durch den Kamin etwa als gefährliche Arbeit?
Der Tagesspiegel, 01.12.2000
Nicht nur die Zimmer haben offene Kamine, auch jedes der üppig bemessenen Bäder.
Süddeutsche Zeitung, 13.07.1999
Zitationshilfe
„Kamin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kamin>, abgerufen am 18.09.2019.

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