Kandidatur, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kandidatur · Nominativ Plural: Kandidaturen
Aussprache
WorttrennungKan-di-da-tur (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kandidatur‹ als Letztglied: ↗Doppelkandidatur · ↗Gegenkandidatur · ↗Kampfkandidatur · ↗Kanzlerkandidatur · ↗Präsidentschaftskandidatur · ↗Spitzenkandidatur
eWDG, 1969

Bedeutung

Nominierung für eine Wahl
Beispiele:
jmds. Kandidatur unterstützen, ablehnen
eine Kandidatur annehmen
der Gegenkandidat zog vor der Wahl seine Kandidatur zurück
Schweitzer hatte unter den verschiedenen Kandidaturen, die ihm ... angeboten worden waren, sich für Barmen-Elberfeld entschieden [BebelAus meinem Leben261]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kandidat · Kandidatur · kandidieren
Kandidat m. ‘Bewerber um einen akademischen Grad’ (16. Jh.), ‘Bewerber um ein Amt, Anwärter’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. candidātus ‘Bewerber’. Das von lat. candidus ‘schimmernd, glänzend, weiß’ (zu lat. candēre ‘glänzen, schimmern’) abgeleitete Adjektiv bedeutet ‘weiß gekleidet’ und bezeichnet in seiner Substantivierung zunächst den ‘mit einer weißen Toga (toga candida) bekleideten Bewerber um ein Amt in Rom’, dann allgemein den ‘Bewerber, Anwärter’. In erweiterter Verwendung Wahlkandidat (18. Jh.), scherzhaft Heiratskandidat (19. Jh.), Todeskandidat (19. Jh.). Kandidatur f. ‘Bewerbung um ein (politisches) Amt oder dgl.’ (19. Jh.), im Dt. vielleicht im Anschluß an frz. candidature. kandidieren Vb. ‘sich (um ein Amt, einen Posten) bewerben’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amt Amtszeit Bekanntgabe Bereitschaft Fraktionsvorsitz Landesvorsitz Nachfolge Parteivorsitz Posten Präsidentenamt Präsidentenwahl Präsidentschaft Präsidentschaftswahlen Staatsamt Verzicht Vorsitz abermalige angekündigt angemeldet anzutragen ausgeschlossen bekanntgab entschlossen erneute erwägt gescheiterten neuerliche unterstützen verzichtet zurückgezogen

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwar haben Getreue rund anderthalb Millionen Dollars für den Fall seiner Kandidatur hinterlegt.
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2003
Er kann sich selbst eine Kandidatur vorstellen, aber bisher hat ihn niemand gerufen.
Der Tagesspiegel, 09.05.2003
Der feierlichen Aufnahme geht eine Prüfungszeit (Kandidatur) von 2 Monaten voraus.
Hofmeister, Ph.: Marianische Kongregationen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 11048
Auffallend ist die verschiedenartige Einstellung der pietistischen Kreise zu konfessionellen Kandidaturen bei den Wahlen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1936, S. 406
Seine Anhänger konnten zwar, wenn sie geschlossen zusammenhielten, auch weiterhin noch jede andere Kandidatur blockieren, mußten aber jede Hoffnung auf seine Wahl aufgeben.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 17527
Zitationshilfe
„Kandidatur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kandidatur>, abgerufen am 19.09.2017.

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