Kanten, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kantens · Nominativ Plural: Kanten
Aussprache
WorttrennungKan-ten
Wortbildung mit ›Kanten‹ als Erstglied: ↗Käntchen1
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich ein Kanten (Brot)erstes, letztes Stück von einem Brot
Beispiele:
einen Kanten (Weiß)brot essen
ein trockener Kanten Brot
sie schnitt von dem Brot einen (großen) Kanten ab
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kanten m. ‘Endstück vom Brot’. Mnl. cant, cante ‘Rand, Kante, Stück Brot’ gelangt mit niederländischen Siedlern im 12. Jh. in ostelbische Gebiete, wird dort mit dt. Endung allgemein üblich und im 20. Jh. auch literatursprachlich. Zur Herkunft s. ↗Kante.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Anschnitt  ●  Brotanschnitt  Hauptform · Brotende  Hauptform · Aheuer  ugs., regional · Anscherzl  ugs., regional, österr. · Bugl  ugs., regional · Bödeli  ugs., schweiz. · Gigele  ugs., regional · Gnetzla  ugs., regional · ↗Gupf  ugs., schweiz. · Kanten  ugs. · ↗Kipf  ugs., regional · Kipfla  ugs., regional · Knerzel  ugs., regional · Knießchen  ugs., regional · Knippchen  ugs., regional · Knorzen  ugs., regional · Knurrn  ugs., regional · ↗Knust  ugs., regional · Knäppchen  ugs., regional · Knäppele  ugs., regional · Knäuschen  ugs., regional · Knäusperle  ugs., regional · Knörzchen  ugs., regional · Knörzla  ugs., regional · Knüppchen  ugs., regional · Knüstchen  ugs., regional · Koosch  ugs., rheinisch · ↗Krüstchen  ugs., regional · Mürgel  ugs., regional · Mürgeli  ugs., regional · Ortstückel  ugs., regional · Ranfl  ugs., regional · ↗Ranft  ugs., regional · Reiftchen  ugs., regional · Reiftle  ugs., regional · ↗Riebel  ugs., regional · Riebele  ugs., regional · Rämpftl  ugs., regional · Rämpftling  ugs., regional · Ränftl  ugs., regional, sächsisch · Scherzerl  ugs., österr. · ↗Scherzl  ugs., österr. · Stützle  ugs., regional · Timpken  ugs., regional

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brot Bruch Display Dreieck Eck Ecke Ecken Fläche Graf Knoten Spitze Winkel abgerundet abrunden abschleifen gerad gerundet geschliffen glatt glätten hart messerscharf runden scharf schleifen schneiden schräg schärfen spitz weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kanten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Gehen beginnt man unversehens, die schiefergrauen Wände mit den messerscharfen Kanten zu berühren.
Der Tagesspiegel, 31.10.2004
Denn "je mehr Kanten in Räumen sind, desto mehr ermüdet das Auge.
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2004
In der Luft, auf den Kanten, überall, das atmet man ein.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 120
Bei Männern, die sich kennenlernen, verschleifen sich diese Kanten durch natürliche Entwicklung.
Borchardt, Rudolf: Vereinigung durch den Feind hindurch, Frankfurt a. M.: Ullstein 1982 [1937], S. 86
Äußere Kanten, an die er sich stößt, gibt es nur wenig.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 212
Zitationshilfe
„Kanten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kanten>, abgerufen am 22.10.2019.

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