Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kapitalflucht, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Ka-pi-tal-flucht
eWDG

Bedeutung

häufig illegale Anlage von Kapital im Ausland, um einer hohen Besteuerung zu entgehen, oder in Zeiten, in denen die Sicherheit des Kapitals im Inland bedroht erscheint

Typische Verbindungen zu ›Kapitalflucht‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kapitalflucht‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kapitalflucht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein neues Gesetz soll auch in Österreich die »politische Kapitalflucht« verhindern. [o. A.: 1938. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 3370]
Und da zweitens dieses globale System notwendigerweise in sich geschlossen wäre, könnten keine externen Störungen – etwa durch Kapitalflucht – auftreten. [Die Zeit, 10.05.1996, Nr. 20]
Kann es sich Frankreich erlauben, das Risiko einer Kapitalflucht auf sich zu nehmen? [Archiv der Gegenwart, 2001 [1970]]
Da die Abgabe rückwirkend erhoben wird, droht auch keine Kapitalflucht. [Die Zeit, 29.09.2012, Nr. 38]
Gleichzeitig hat die Kapitalflucht etliche Regierungen dazu bewogen, den Export von Kapital per Gesetz zu beschränken. [Die Zeit, 25.03.2009, Nr. 14]
Zitationshilfe
„Kapitalflucht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kapitalflucht>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kapitalfehler
Kapitalexport
Kapitalerträgnis
Kapitalertragsteuer
Kapitalertragssteuer
Kapitalfluss
Kapitalflussrechnung
Kapitalgeber
Kapitalgesellschaft
Kapitalgewinn