Kapitalflucht, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Ka-pi-tal-flucht
eWDG, 1969

Bedeutung

häufig illegale Anlage von Kapital im Ausland, um einer hohen Besteuerung zu entgehen, oder in Zeiten, in denen die Sicherheit des Kapitals im Inland bedroht erscheint

Typische Verbindungen zu ›Kapitalflucht‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kapitalflucht‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kapitalflucht‹

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Wir erleben ja jetzt schon eine große Kapitalflucht in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.
Der Tagesspiegel, 30.07.2004
Erwarten Sie in dieser Situation ein erneutes Anwachsen der Kapitalflucht?
Die Welt, 13.12.2003
Am erfolgreichsten habe Österreich diese Steuer zuletzt ohne jegliche Kapitalflucht eingeführt.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.1994
Ein neues Gesetz soll auch in Österreich die »politische Kapitalflucht« verhindern.
o. A.: 1938. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 3370
Denn wenn die Kapitalbesitzer im Inlande "ausgebeutet" werden, muß man mit einem Versiegen des Kapitalimports und einer Kapitalflucht rechnen.
Giersch, Herbert: Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 204
Zitationshilfe
„Kapitalflucht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kapitalflucht>, abgerufen am 26.10.2020.

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