Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kapselfrucht, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kapselfrucht · Nominativ Plural: Kapselfrüchte
Worttrennung Kap-sel-frucht
Wortzerlegung Kapsel Frucht
Wahrig und DWDS

Bedeutung

Botanik Samenhülse (in Form einer Kapsel), die sich aus einem Fruchtknoten mit mehreren miteinander verwachsenen Fruchtblättern entwickelt und die bei Reife aufspringt, wobei die Frucht bzw. die Samen freigesetzt werden
Beispiele:
Nachdem sie die Vanille gepflanzt und gezüchtet haben, müssen die Bauern jede einzelne Blüte per Hand bestäuben, ehe sie die Kapselfrüchte nach sechs Monaten ernten können. [Der Spiegel, 23.09.2017 (online)]
Es [das Springkraut] ist zwar bei Kindern wegen seiner Kapselfrüchte beliebt, die ihre Samen bei Berührung herausschleudern, es ist aber […] dafür berüchtigt, andere Pflanzen zu verdrängen. [Süddeutsche Zeitung, 26.01.2015]
Botanikern gelten übrigens nur Haselnüsse und Maronen als »echte Nüsse«. Alle anderen zählen entweder zu den Hülsenfrüchten (Erdnüsse), den Kapselfrüchten (Macadamia‑ und Paranüsse) oder zu den Steinfrüchten (Walnüsse, Cashews, Pistazien, Mandeln, Pekannüsse). [Die Welt, 25.11.2006]
Eine [auf einer Tafel] mit roter Farbe durchkreuzte Kapselfrucht eines Schlafmohngewächses soll darauf hinweisen, dass der Handel mit Drogen bei harten Strafen verboten ist. [Neue Zürcher Zeitung, 29.11.1996]
Die Kapselfrüchte springen zur Reifezeit auf; daher »Sesam, tu dich auf« (= eigentlich: Sesam, öffne dich! Zauberspruch in dem Märchen »Ali Baba und die 40 Räuber«) […]. [[o. A.]: Das Lexikon der Hausfrau. Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 298]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Kapselfrucht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kapselfrucht>.

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