Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Karpfen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Karpfens · Nominativ Plural: Karpfen
Aussprache 
Worttrennung Karp-fen (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Karpfen‹ als Erstglied: Karpfenfisch · Karpfenmaul · Karpfenteich · Karpfenzucht
 ·  mit ›Karpfen‹ als Letztglied: Schuppenkarpfen · Weihnachtskarpfen
eWDG

Bedeutung

wohlschmeckender, hochrückiger Süßwasserfisch mit vier Barteln am Maul, der sich von Kleintieren und Wasserpflanzen ernährt
Beispiele:
Karpfen züchten, fangen
den Karpfen kochen, braten
Karpfen blau
Silvester gibt es Karpfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karpfen m. Der Name des vielfach gezüchteten großen Speisefisches ahd. karpho (Hs. 12. Jh.), mhd. karpfe, nhd. Karpfen, md. Karpen (mit auslautendem -n aus den flektierten Formen), mnd. frühnhd. (md.) karpe, mnl. carper, nl. karper stammt vermutlich aus einer nicht näher bekannten Sprache des Alpen- und Donaugebiets, wo der Fisch seit alters heimisch ist. Beziehungen zu griech. Karpátēs óros (Καρπάτης ὄρος) ‘Karpaten’ und Kárpis (Κάρπις), einem Nebenfluß der Donau, sämtlich verwandt mit alban. karpë ‘Fels’, oder zu aind. śapharaḥ ‘kleiner beweglicher, in seichtem Wasser lebender Fisch’ bzw. (zusammengesetzt mit aind. mahā- ‘groß’) mahāśaphara- Karpfenart, lit. šãpalas ‘Döbelfisch’ (Art Karpfen) sind möglich. Der von germanischen Stämmen übernommene Name ist zuerst bei Cassiodor (6. Jh.) in spätlat. carpa ‘Donaufisch’ bezeugt und dringt, da der Karpfen als Fastenspeise beliebt ist, teils über das Lat. (und weiter durch roman. Vermittlung), teils über das Mnd. in die meisten europ. Sprachen ein.

Typische Verbindungen zu ›Karpfen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Karpfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Karpfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gerade die größten Karpfen ließen sich so nicht fangen. [Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 191]
Die Karpfen, die wir essen, stammen alle aus der Zucht. [Die Zeit, 26.11.2007, Nr. 48]
Aber ihr gebackener Karpfen ist über jede kleinliche Kritik erhaben. [Die Zeit, 13.04.1990, Nr. 16]
Denn draußen wächst ein Karpfen acht Monate des Jahres überhaupt nicht. [Die Zeit, 11.10.1968, Nr. 41]
Um acht stocherten wir lustlos an einem Karpfen in Bier herum. [Die Zeit, 07.01.1963, Nr. 01]
Zitationshilfe
„Karpfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Karpfen>.

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