Karpfen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Karpfens · Nominativ Plural: Karpfen
Aussprache
WorttrennungKarp-fen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Karpfen‹ als Erstglied: ↗Karpfenmaul · ↗Karpfenteich · ↗Karpfenzucht
 ·  mit ›Karpfen‹ als Letztglied: ↗Schuppenkarpfen · ↗Weihnachtskarpfen
eWDG, 1969

Bedeutung

wohlschmeckender, hochrückiger Süßwasserfisch mit vier Barteln am Maul, der sich von Kleintieren und Wasserpflanzen ernährt
Beispiele:
Karpfen züchten, fangen
den Karpfen kochen, braten
Karpfen blau
Silvester gibt es Karpfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karpfen m. Der Name des vielfach gezüchteten großen Speisefisches ahd. karpho (Hs. 12. Jh.), mhd. karpfe, nhd. Karpfen, md. Karpen (mit auslautendem -n aus den flektierten Formen), mnd. frühnhd. (md.) karpe, mnl. carper, nl. karper stammt vermutlich aus einer nicht näher bekannten Sprache des Alpen- und Donaugebiets, wo der Fisch seit alters heimisch ist. Beziehungen zu griech. Karpátēs óros (Καρπάτης ὄρος) ‘Karpaten’ und Kárpis (Κάρπις), einem Nebenfluß der Donau, sämtlich verwandt mit alban. karpë ‘Fels’, oder zu aind. śapharaḥ ‘kleiner beweglicher, in seichtem Wasser lebender Fisch’ bzw. (zusammengesetzt mit aind. mahā- ‘groß’) mahāśaphara- Karpfenart, lit. šãpalas ‘Döbelfisch’ (Art Karpfen) sind möglich. Der von germanischen Stämmen übernommene Name ist zuerst bei Cassiodor (6. Jh.) in spätlat. carpa ‘Donaufisch’ bezeugt und dringt, da der Karpfen als Fastenspeise beliebt ist, teils über das Lat. (und weiter durch roman. Vermittlung), teils über das Mnd. in die meisten europ. Sprachen ein.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Barsch Brasse Edelfisch Forelle Gans Goldfisch Gänsebraten Hecht Plötze Räucheraal Saibling Schlei Schleie Stör Süßwasserfisch Teich Weihnachtsgans Weißfisch Wels Zander abfischen anbeißen angeln ausgenommen einäugig fett gebacken kapital züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Karpfen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gerade die größten Karpfen ließen sich so nicht fangen.
Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 191
Jetzt, beim Abfischen der Karpfen ging das Ungeheuer nach über 20 Jahren ins Netz.
Bild, 27.10.2003
Auch ein einziger gentechnisch manipulierter Karpfen würde ausreichen, um die gesamte Population zu vernichten, stellten die Wissenschaftler fest.
Der Tagesspiegel, 22.12.1999
Er hob den Karpfen auf und stieg die Böschung hinab.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 143
Wo die Karpfen gefüttert werden, kann der Besatz stärker sein.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 921
Zitationshilfe
„Karpfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Karpfen>, abgerufen am 16.07.2019.

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