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Kartätsche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kartätsche · Nominativ Plural: Kartätschen
Aussprache
WorttrennungKar-tät-sche
HerkunftItalienisch, Englisch
Wortbildung mit ›Kartätsche‹ als Erstglied: ↗Kartätschenfeuer · ↗Kartätschenkugel · ↗Kartätschenschuss
 ·  mit ›Kartätsche‹ als Grundform: ↗kartätschen
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltet, Militär bis zum Ersten Weltkrieg gebräuchliches, dünnwandiges Artilleriegeschoss, das mit Bleikugeln gefüllt war und nur für nahe Entfernungen verwendet werden konnte
Beispiele:
mit Kartätschen schießen
von einer Kartätsche verwundet werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kartätsche · kartätschen
Kartätsche f. (ehemals) ‘mit Bleikugeln gefülltes dünnwandiges Artilleriegeschoß’, Anfang des 17. Jhs. entlehnt aus engl. (älter) cartage, cartrage (heute cartridge) ‘Patrone, Geschoßhülse’, das als Variante zu (allerdings erst später bezeugtem) gleichbed. engl. cartouche (aus dem Frz., s. ↗Kartusche) anzusehen ist. Dazu kartätschen Vb. ‘mit Kartätschen schießen’ (um 1800).

Thesaurus

Militär
Synonymgruppe
Kartätsche · Schrotladung der Artillerie
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Kartätsche‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einmal haben uns die Spanier mit 75000 Kanonenkugeln und Kartätschen eingedeckt.
Die Zeit, 25.02.1985, Nr. 08
Franzl dachte an den Vater im Stacheldraht und im Feuer der Granaten und Kartätschen.
Die Zeit, 04.10.1963, Nr. 40
Zitationshilfe
„Kartätsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kart%C3%A4tsche>, abgerufen am 17.01.2020.

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