Karteileiche

WorttrennungKar-tei-lei-che (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

scherzhaft
a)
Karteikarte, deren Stichwort keiner wirklichen Person oder Sache, keinem tatsächlichen Vorgang mehr entspricht
b)
registriertes, aber nicht aktives Mitglied einer Organisation

Thesaurus

Synonymgruppe
passives Mitglied  ●  Karteileiche  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

aussortieren entpuppen sogenannt streichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Karteileiche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo das nicht der Fall ist, vermodern womöglich viele alte Karteileichen.
C't, 2001, Nr. 11
Das läßt sich wegen der vielen Karteileichen gar nicht berechnen.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.1996
Bei dieser Methode werden aber über die Jahre immer mehr »Karteileichen« mitgeschleppt.
Die Zeit, 12.12.2006, Nr. 50
Die meisten von ihnen verließen später die Partei, weil sie glaubten, dass die alten Ideale nichts mehr galten, oder weil sie keine Karteileichen sein wollten.
Der Tagesspiegel, 18.03.2004
Der moderne Mensch wird niemals Karteileiche, er ist gesegnet mit digitaler Unsterblichkeit.
Die Welt, 14.02.2003
Zitationshilfe
„Karteileiche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Karteileiche>, abgerufen am 20.11.2019.

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