Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kastratenstimme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kastratenstimme · Nominativ Plural: Kastratenstimmen
Worttrennung Kas-tra-ten-stim-me · Kast-ra-ten-stim-me
Wortzerlegung Kastrat Stimme
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Musik sehr hohe, dabei umfangreiche Alt- oder Sopranstimme eines Sängers, der in der Jugend kastriert wurde
b)
abwertend ungewöhnlich hohe Männerstimme

Verwendungsbeispiele für ›Kastratenstimme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings bot man ihnen an, die Musik der päpstlichen Kapelle aufzunehmen, und so entstanden die einzigartigen Tondokumente einer originalen Kastratenstimme. [Süddeutsche Zeitung, 15.05.1999]
Er vergriff sich an ihren Volksliedern und Schnulzen, sang sie mit Kastratenstimme und verfremdete die Texte höchst anrüchig. [Süddeutsche Zeitung, 26.07.2001]
Warum will noch jemand den Stechschritt‑ Computerrhythmus hören, die ölige Kastratenstimme, die heillos pathetischen Synthesizer‑Fanfaren? [Die Zeit, 16.04.1998, Nr. 17]
Daneben aber stehen Phonogramme von Kastratenstimmen oder dem Ruf eines Esels und vor allem die in Aussicht genommene Sammlung von "Stimmportäts". [Süddeutsche Zeitung, 29.01.2002]
Die britisch schwarzen Derbheiten sind verpackt in einlullende Walzerklänge, schaurige Sägen‑Gesänge, Gänsehaut‑Glöckchenblues und die Klabauter‑ Kastratenstimme von Martyn Jacques. [Süddeutsche Zeitung, 10.04.2003]
Zitationshilfe
„Kastratenstimme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kastratenstimme>.

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