Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kasualien

Worttrennung Ka-su-ali-en · Ka-sua-li-en
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
selten, bildungssprachlich nicht vorhersehbare Ereignisse; Zufälligkeiten
2.
christliche Kirche geistliche Amtshandlungen aus besonderem Anlass

Verwendungsbeispiele für ›Kasualien‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Lösung brächte die Chance, daß sich viele Christen auch außerhalb der Kasualien öffentlich zu ihrem Glauben bekennen müßten. [Süddeutsche Zeitung, 21.08.1995]
Alle Mitglieder, ob glaubenslos oder sehr religiös, legen Wert auf die Kasualien und würdigen das soziale Engagement der Kirche. [Süddeutsche Zeitung, 22.02.1996]
Sie stehen außerhalb der Kirche, deren Lehre, Sakramente, Kasualien und Gebete sie verwerfen. [Jentzsch, J.: Hirt und Herde. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 6568]
Seitdem lenkt er die Geschicke des Kirchenchores und gestaltet mit seinem Orgelspiel Gottesdienste und Kasualien musikalisch. [Süddeutsche Zeitung, 21.06.2002]
Eine öffentl. Anstellung als Kirchenschreiber bot sich ihnen nicht, und die einträglichen Kasualien fielen fast ausschließlich den Kantoren zu. [Walter, Horst: Lüneburg. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 33886]
Zitationshilfe
„Kasualien“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kasualien>.

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