Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Katakombe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Katakombe · Nominativ Plural: Katakomben
Aussprache 
Worttrennung Ka-ta-kom-be
Herkunft zu gleichbedeutend catacombaital < catacumbakirchenlat ‘Grabgewölbe’
eWDG

Bedeutung

frühchristliche Begräbnisstätte für viele Verstorbene, die als weitverzweigtes System unterirdischer Gänge angelegt ist
Beispiele:
die Katakomben Roms
hier ist es wie in einer Katakombe
In den Zeiten der Christenverfolgungen […] hätte [ich] mich wilden Tieren hinwerfen lassen, läge in einer Katakombe begraben [ CarossaJahr264]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Katakombe f. ‘verzweigtes System unterirdischer Gänge als gemeinsame frühchristliche Begräbnisstätte’, entlehnt (18. Jh.) aus ital. catacomba, kirchenlat. catacumba ‘Grabgewölbe’, das aus spätlat. catacumbae (Plur.) hervorgegangen ist, womit (seit dem 4. Jh.) die Gegend zwischen dem 2. und 3. Meilenstein der Via Appia bezeichnet wird. Dieses ist vielleicht (im Hinblick auf lat. -cumbere ‘sich legen’) entstanden aus cata tumbās ‘bei den Gräbern’, vgl. spätlat. tumba, griech. týmbos (τύμβος) ‘Grab’ und s. kata-. Oder aus *cata cumbas, griech. katá kýmbas (κατὰ κύμβας) ‘bei den Niederungen’ (vor der Porta S. Sebastiano in Rom), zu griech. kýmbē (κύμβη) ‘Trink-, Hohlgefäß, Schale, Kahn’, hier im Sinne von ‘Höhlung, Vertiefung’?

Typische Verbindungen zu ›Katakombe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Katakombe‹.

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Verwendungsbeispiele für ›Katakombe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer Stunde, sagt er und verschwindet in den Katakomben. [Die Zeit, 01.05.2000, Nr. 18]
Aber unbestritten ist, daß man das loswerden muß, diese tödlichen Katakomben, mit denen sie unser ganzes Land unterfüttert haben, mit anscheinend klammheimlicher Freude. [Die Zeit, 23.10.1981, Nr. 44]
Wenn ich zu offen rede, ist morgen die Katakombe zu. [Die Zeit, 05.04.1963, Nr. 14]
Niemand kannte die Katakombe, und ich fand sie später auch nie mehr. [Die Zeit, 01.03.1948, Nr. 09]
Man müsse die Dinge in ihren »Katakomben« aufsuchen und hinnehmen, wie sie durch die Jahrtausende auf uns gekommen seien, direkt aus den Händen unaussprechlicher Geschicke. [Le Fort, Gertrud von: Das Schweißtuch der Veronika, Frankfurt a. M.: Fischer 1959 [1928], S. 48]
Zitationshilfe
„Katakombe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Katakombe>.

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