Katakombe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Katakombe · Nominativ Plural: Katakomben
Aussprache 
Worttrennung Ka-ta-kom-be
Herkunft Italienisch
eWDG, 1969

Bedeutung

frühchristliche Begräbnisstätte für viele Verstorbene, die als weitverzweigtes System unterirdischer Gänge angelegt ist
Beispiele:
die Katakomben Roms
hier ist es wie in einer Katakombe
In den Zeiten der Christenverfolgungen […] hätte [ich] mich wilden Tieren hinwerfen lassen, läge in einer Katakombe begraben [CarossaJahr264]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Katakombe f. ‘verzweigtes System unterirdischer Gänge als gemeinsame frühchristliche Begräbnisstätte’, entlehnt (18. Jh.) aus ital. catacomba, kirchenlat. catacumba ‘Grabgewölbe’, das aus spätlat. catacumbae (Plur.) hervorgegangen ist, womit (seit dem 4. Jh.) die Gegend zwischen dem 2. und 3. Meilenstein der Via Appia bezeichnet wird. Dieses ist vielleicht (im Hinblick auf lat. -cumbere ‘sich legen’) entstanden aus cata tumbās ‘bei den Gräbern’, vgl. spätlat. tumba, griech. týmbos (τύμβος) ‘Grab’ und s. ↗kata-. Oder aus *cata cumbas, griech. katá kýmbas (κατὰ κύμβας) ‘bei den Niederungen’ (vor der Porta S. Sebastiano in Rom), zu griech. kýmbē (κύμβη) ‘Trink-, Hohlgefäß, Schale, Kahn’, hier im Sinne von ‘Höhlung, Vertiefung’?

Typische Verbindungen zu ›Katakombe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

AOL-Arena Arena Bernabeu-Stadion Daimler-Stadion Fritz-Walter-Stadion Gottlieb-Daimler-Stadion Hofbräukeller Mommsenstadion Olympiahall Olympiahalle Olympiastadion Ostseestadion Parkstadion Ruhrstadion Stadion Stephansdom Via Volksparkstadion Volkswagen-Arena WM-Stadion Waldstadion Weserstadion Westfalenstadion hinabsteigen humpeln römisch schleichen unterirdisch verwinkelt zugig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Katakombe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Katakombe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Meistens bin ich 10 Minuten vor Schluss runter in die Katakomben gerast.
Bild, 09.08.2004
In einer Stunde, sagt er und verschwindet in den Katakomben.
Die Zeit, 01.05.2000, Nr. 18
Man müsse die Dinge in ihren »Katakomben« aufsuchen und hinnehmen, wie sie durch die Jahrtausende auf uns gekommen seien, direkt aus den Händen unaussprechlicher Geschicke.
Le Fort, Gertrud von: Das Schweißtuch der Veronika, Frankfurt a. M.: Fischer 1959 [1928], S. 48
Zwar war das hier kein Wald, doch er hatte auch keine Lust, sich durch die Katakomben des Stephansdoms zu tasten.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 282
Die Kirche S. Sebastiano, eine der 7 Wallfahrtskirchen, die von Rompilgern aufgesucht werden müssen, steht über den gleichnamigen Katakomben.
o. A.: Lexikon der Kunst - V. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 33994
Zitationshilfe
„Katakombe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Katakombe>, abgerufen am 08.08.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
kataklystisch
Kataklysmus
Kataklysmentheorie
Kataklase
Katakaustik
Katalase
Katalekten
katalektisch
Katalepsie
kataleptisch