Katalysator, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Katalysators · Nominativ Plural: Katalysatoren
Aussprache
WorttrennungKa-ta-ly-sa-tor
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Katalysator‹ als Letztglied: ↗Biokatalysator · ↗Fahrzeugkatalysator  ·  mit ›Katalysator‹ als Grundform: ↗Kat1
eWDG, 1969

Bedeutung

Chemie Stoff, der durch sein bloßes Vorhandensein eine chemische Reaktion beschleunigt, aber selbst unverändert aus der Reaktion hervorgeht
Beispiel:
Stickstoff und Wasserstoff werden mit Hilfe eines Katalysators verbunden
übertragen
Beispiele:
jmd. wirkt in seiner Umgebung als Katalysator
der Meinungsstreit als Katalysator des Erkenntnisprozesses
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Katalyse · Katalysator · katalysieren · katalytisch
Katalyse f. Beschleunigung, Verlangsamung oder Auslösung einer chemischen Stoffumsetzung. Griech. katálysis (κατάλυσις) ‘Auflösung, Zerstörung, Vernichtung’, zu griech. katalýein (καταλύειν) ‘losmachen, -binden, auflösen, zerstören’, wird von dem englischen Chemiker Berzelius um 1836 in die Terminologie der Chemie eingeführt; vorher bereits bei Libavius (Libau) „Alchymia“ (1597) mit unklarer Bedeutung. Engl. catalysis geht bald in andere Sprachen über, im Dt. nach Katalysis (bis Anfang 20. Jh.) Katalyse. Katalysator m. Stoff, der eine chemische Reaktion, eine Katalyse veranlaßt, selbst dabei aber unverändert bleibt (20. Jh.). katalysieren Vb. katalytisch Adj. (19. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Beförderer · ↗Beschleuniger · Katalysator  ●  Kat  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Katalysatoraktivität · katalytische Aktivität
Automobil, Technik
Synonymgruppe
Fahrzeugkatalysator  ●  Katalysator  Kurzform · Kat  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

ABS Abgasreinigung Benzineinspritzung Benziner Dieselfahrzeug Dieselmotor Einbau Einspritzung Enzym Fahrverbot Filter Kraftfahrzeug Lambdasonde Motorrad Ottomotor Partikelfilter Platin Rußfilter Schalldämpfer Tempolimit abgasentgiftend abgasreinigend ausrüsten beheizt beschichten entgiften fungieren geregelt neuartig ungeregelt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Katalysator‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings muss der Katalysator für den großtechnischen Einsatz noch effektiver werden.
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2000
Der Katalysator setzte sich durch, die Probleme lösten sich in Luft auf.
Die Zeit, 13.01.2000, Nr. 3
Interessant ist auch, daß ein mild wirkender Katalysator gegebenenfalls völlig andere Ergebnisse liefert, als ein stark aktives Mittel.
Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 261
Für den wissenschaftlichen Physiker ist Öl schlechthin ein mechanischer Katalysator.
Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 71
Erst dann konnte man nach dem geeigneten Katalysator Ausschau halten.
Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik, 1943, Nr. 3/4, Bd. 19
Zitationshilfe
„Katalysator“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Katalysator>, abgerufen am 25.05.2019.

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