Keller, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kellers · Nominativ Plural: Keller
Aussprache 
Worttrennung Kel-ler
eWDG

Bedeutungen

1.
unterstes, ganz oder halb unter der Erde befindliches, ausgemauertes Geschoss eines Gebäudes
a)
das als Aufbewahrungsraum, Vorratsraum dient
Beispiele:
ein großer, fester, trockener, dumpfer Keller
Kohlen aus dem Keller heraufholen
in den Keller gehen, hinabsteigen
die Ratten im Keller vernichten
Bierlager, Weinlager
Beispiele:
einen guten, vorzüglichen Keller haben
die Weinfässer lagern im Keller
Im tiefen Keller sitz' ich hier [Volkslied]
der Wirt tischte auf, was Küche und Keller zu bieten hatten (= alle nur erdenklichen Speisen und Getränke)
Skat, umgangssprachlich, übertragen
Beispiel:
im Keller sein (= Minuspunkte haben)
b)
das als Schutzraum dient
Beispiele:
ein befestigter, splittersicherer Keller
Als Unterstand wählen wir einen betonierten Keller [ RemarqueIm Westen229]
veraltet Luftschutzraum
Beispiele:
ein bombensicherer Keller
bei Fliegeralarm den Keller aufsuchen
c)
historisch unterirdisches Gefängnis, Verlies
Beispiele:
die finsteren Keller einer Burg
wenn Ihr die Keller erst gesehn / Unter den Türmen [der Zwingburg Uri] ! [ SchillerTellI 3]
2.
Lokal, in dem Bier, Wein ausgeschenkt wird
Grammatik: stets mit Personen-, Ortsnamen verbunden
Beispiel:
Auerbachs Keller in Leipzig
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keller · Kellerei · kellern · einkellern
Keller m. ‘in die Erde gebautes unterstes Geschoß eines Hauses, unterirdischer Vorratsraum’, ahd. kellā̌ri (8. Jh.), mhd. keller, kelre, asächs. anfrk. kelleri, mnd. keller, mnl. kelre, keller, kelder, nl. kelder ist schon früh (noch zur Zeit der k-Aussprache des anlautenden c) mit anderen Wörtern des römischen Steinbaus entlehnt worden. Ausgangspunkt ist lat. cellārium ‘Vorratskammer’, zu gleichbed. lat. cella (s. Zelle). Kellerei f. ‘Gesamtheit der Kellerräume zur Vorratshaltung’ (16. Jh.), dann besonders ‘Betriebsräume zur Herstellung und Lagerung von Weinen’. kellern Vb. ‘in Kellern lagern’, mhd. kelren, geläufiger einkellern (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Computer
Synonymgruppe
Kellerspeicher · Stapelspeicher  ●  Keller  ugs. · Stack  fachspr., engl. · Stapel  ugs.
Oberbegriffe
Geschichte
Synonymgruppe
Cellarius (frühes Mittelalter) · Keller · Kellerer · Kellner
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Keller‹ (berechnet)

Einfamilienhaus Frauenklinik Gebaeudes Großmarkthalle Mehrfamilienhaus Mietshaus Nachbarhaus Olof-palme-hauses Vereinshaus Weingut Wohnhaus ausgebaut auspumpen dunkel feucht finster floersheimer flörsheimer fresche gelaufen kühl lewyschen modrig naß pumpen vollgelaufen wolferstetter überfluten überflutet überschwemmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Keller‹.

Verwendungsbeispiele für ›Keller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Mann, der stagniert, raubt dem Kinde die Energie wie ein dunkler Keller der Pflanze das Licht. [Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 119]
Soll der Mann im Keller nun, weil jene ihm drohen, auf sein Recht an den Gütern der Welt verzichten? [Bürgel, Bruno H.: Vom Arbeiter zum Astronomen, Berlin: Ullstein 1925 [1919], S. 114]
Für jeden "Zweig" der kollateralen Verarbeitung wäre ein eigener Keller nötig. [Bauer, Friedrich L. u. Goos, Gerhard: Informatik, Berlin: Springer 1971, S. 132]
Tatsächlich folgt der Öffnung der Höfe nun die Öffnung der Keller. [Die Zeit, 04.03.1999, Nr. 10]
Das hat den Preis der Arbeit in die Höhe getrieben – und die Nachfrage danach in den Keller. [Die Zeit, 10.10.1997, Nr. 42]
Zitationshilfe
„Keller“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Keller>.

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