Keller, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kellers · Nominativ Plural: Keller
Aussprache 
Worttrennung Kel-ler
Wortbildung  mit ›Keller‹ als Erstglied: ↗Kellerabteil · ↗Kellerassel · ↗Kellerbar · ↗Kellerbehausung · ↗Kellerbier · ↗Kellereingang · ↗Kellerfalte · ↗Kellerfenster · ↗Kellergeruch · ↗Kellergeschoss · ↗Kellergewölbe · ↗Kellerhals · ↗Kellerkind · ↗Kellerladen · ↗Kellerloch · ↗Kellerlokal · ↗Kellerluft · ↗Kellerluke · ↗Kellermeister · ↗Kellerraum · ↗Kellerschwamm · ↗Kellerstiege · ↗Kellertreppe · ↗Kellertüre · ↗Kellerverschlag · ↗Kellerwohnung · ↗kellerig · ↗kellrig
 ·  mit ›Keller‹ als Letztglied: ↗Bierkeller · ↗Bombenkeller · ↗Burgkeller · ↗Eiskeller · ↗Felsenkeller · ↗Felsenkeller · ↗Felskeller · ↗Felskeller · ↗Folterkeller · ↗Gärkeller · ↗Hauskeller · ↗Heizkeller · ↗Heizungskeller · ↗Hobbykeller · ↗Holzkeller · ↗Jazzkeller · ↗Kartoffelkeller · ↗Klosterkeller · ↗Kohlenkeller · ↗Luftschutzkeller · ↗Ratskeller · ↗Schlosskeller · ↗Tabellenkeller · ↗Vorratskeller · ↗Weinkeller · ↗Winzerkeller
 ·  mit ›Keller‹ als Grundform: ↗kellern  ·  Leiche im Keller
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
unterstes, ganz oder halb unter der Erde befindliches, ausgemauertes Geschoss eines Gebäudes
a)
das als Aufbewahrungsraum, Vorratsraum dient
Beispiele:
ein großer, fester, trockener, dumpfer Keller
Kohlen aus dem Keller heraufholen
in den Keller gehen, hinabsteigen
die Ratten im Keller vernichten
Bierlager, Weinlager
Beispiele:
einen guten, vorzüglichen Keller haben
die Weinfässer lagern im Keller
der Wirt tischte auf, was Küche und Keller zu bieten hatten (= alle nur erdenklichen Speisen und Getränke)
Im tiefen Keller sitz' ich hier [Volkslied]
Skat, umgangssprachlich, übertragen
Beispiel:
im Keller sein (= Minuspunkte haben)
b)
das als Schutzraum dient
Beispiele:
ein befestigter, splittersicherer Keller
Als Unterstand wählen wir einen betonierten Keller [RemarqueIm Westen229]
veraltet Luftschutzraum
Beispiele:
ein bombensicherer Keller
bei Fliegeralarm den Keller aufsuchen
c)
historisch unterirdisches Gefängnis, Verlies
Beispiele:
die finsteren Keller einer Burg
wenn Ihr die Keller erst gesehn / Unter den Türmen [der Zwingburg Uri] ! [SchillerTellI 3]
2.
Lokal, in dem Bier, Wein ausgeschenkt wird
Grammatik: stets mit Personen-, Ortsnamen verbunden
Beispiel:
Auerbachs Keller in Leipzig

Mehrwortausdrücke

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keller · Kellerei · kellern · einkellern
Keller m. ‘in die Erde gebautes unterstes Geschoß eines Hauses, unterirdischer Vorratsraum’, ahd. kellā̌ri (8. Jh.), mhd. keller, kelre, asächs. anfrk. kelleri, mnd. keller, mnl. kelre, keller, kelder, nl. kelder ist schon früh (noch zur Zeit der k-Aussprache des anlautenden c) mit anderen Wörtern des römischen Steinbaus entlehnt worden. Ausgangspunkt ist lat. cellārium ‘Vorratskammer’, zu gleichbed. lat. cella (s. ↗Zelle). Kellerei f. ‘Gesamtheit der Kellerräume zur Vorratshaltung’ (16. Jh.), dann besonders ‘Betriebsräume zur Herstellung und Lagerung von Weinen’. kellern Vb. ‘in Kellern lagern’, mhd. kelren, geläufiger einkellern (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Keller · ↗Kellergeschoss · ↗Untergeschoss
Oberbegriffe
Assoziationen
Computer
Synonymgruppe
Kellerspeicher · Stapelspeicher  ●  Keller  ugs. · Stack  fachspr., engl. · ↗Stapel  ugs.
Oberbegriffe
Geschichte
Synonymgruppe
Cellarius (frühes Mittelalter) · Keller · Kellerer · ↗Kellner
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Keller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Keller‹.

Verwendungsbeispiele für ›Keller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die genaue Ursache der Explosion im Keller des Gebäudes ist zunächst unklar.
Die Zeit, 01.02.2013 (online)
Unten im Keller sind schon die Räume für ein Studio eingebaut.
Bild, 15.10.2005
Ein Mann, der stagniert, raubt dem Kinde die Energie wie ein dunkler Keller der Pflanze das Licht.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 119
Wir blieben draußen auf der Bank vor dem Keller - drin war heiße dicke Luft.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 35
Ich trug das Zeug nun in Eimern in den tiefen Keller.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 10
Zitationshilfe
„Keller“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Keller>, abgerufen am 06.06.2020.

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