Kennerblick, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKen-ner-blick (computergeneriert)
WortzerlegungKennerBlick1
eWDG, 1969

Bedeutung

sachkundiger Blick
Beispiel:
etw., jmdn. mit Kennerblick betrachten, prüfen, abschätzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kennen · verkennen · Kenner · kennerisch · Kennerblick · Kennermiene · kenntlich · Kenntnis · Kennwort · Kennzeichen · kennzeichnen
kennen Vb. ‘wissen, gehört oder gesehen haben’, ahd. kennen (9. Jh.; bi-, irkennen, 8. Jh., s. ↗bekennen, ↗erkennen), mhd. mnd. kennen asächs. -kennian (in antkennian ‘erkennen’), aengl. cennan ‘unterrichten, kundtun’, anord. kenna ‘bekanntmachen, wahrnehmen, genießen’, schwed. känna ‘kundtun, erkennen, kennen’, got. kannjan ‘bekanntmachen’ stellen sich als kausative jan-Verben zum Präs. Sing. (germ. *kann-) des unter ↗können (s. d.) behandelten präteritopräsentischen Verbs. verkennen Vb. ‘nicht richtig erkennen, falsch beurteilen’ (17. Jh.). Kenner m. ‘wer Bescheid weiß, zuständig ist’ (16. Jh.). kennerisch Adj. ‘wissend’ (18. Jh.). Kennerblick m. (18. Jh.), Kennermiene f. (19. Jh.). kenntlich Adj. ‘erkennbar, deutlich’, mhd. kentlich, kantlich ‘erkennbar, bekennend, geständig’; vgl. auch mhd. kennelich ‘kennbar, offenkundig, bekannt’. Kenntnis f. ‘Wissen, Erfahrung’, mhd. kantnisse, kentnisse ‘Kenntnis, Erkenntnis’. Kennwort n. ‘für ausführliche Angaben stehendes vereinbartes Wort, Losung, Parole’ (20. Jh.). Kennzeichen n. ‘charakterisierendes, heraushebendes Merkmal’ (16. Jh.), dazu kennzeichnen Vb. ‘charakterisieren, markieren’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kennerblick · geübtes Auge
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

mustern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kennerblick‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er studiert mit Kennerblick die ärztlichen Bulletins und stellt seine Diagnose.
Süddeutsche Zeitung, 08.01.1994
Da ist dann das Mikroskop gefragt und nicht nur der Kennerblick.
Die Welt, 08.10.2001
Noch einmal nötigt er uns, ein fremdes Meisterwerk, das längst abgehakt war, en detail zu betrachten, mit dem plötzlichen Kennerblick des Leserbriefschreibers.
Die Zeit, 08.10.2008, Nr. 42
Lustlos, aber mit Kennerblick durchblätterten sie die ausgehängten Kleider und Blusen.
Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995, S. 16
Carl Brenten musterte die Kegelbahnen mit Kennerblicken und lobte sie.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 221
Zitationshilfe
„Kennerblick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kennerblick>, abgerufen am 15.10.2019.

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