Kennzeichen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kennzeichens · Nominativ Plural: Kennzeichen
Aussprache  [ˈkɛnʦaɪ̯çn̩]
Worttrennung Kenn-zei-chen
Wortzerlegung kennen Zeichen
Wortbildung  mit ›Kennzeichen‹ als Erstglied: Kennzeichenbeleuchtung · Kennzeichenleuchte · Kennzeichenschild
 ·  mit ›Kennzeichen‹ als Letztglied: Artkennzeichen · Autokennzeichen · Diplomatenkennzeichen · H-Kennzeichen · Hauptkennzeichen · Kfz-Kennzeichen · Oldtimer-Kennzeichen · Oldtimerkennzeichen · Wunschkennzeichen
eWDG

Bedeutung

charakteristisches Merkmal, das eine Person oder Sache von anderen unterscheidet
Beispiele:
die typischen Kennzeichen eines Genies, einer Krankheit
das Kennzeichen unserer Zeit ist ihr Tempo
der aufkommende Föhn ist das untrügliche Kennzeichen für einen Witterungsumschlag
Verkehrswesen Buchstabe, Ziffer, woran man die Herkunft eines Verkehrsmittels erkennt
Beispiele:
das polizeiliche Kennzeichen eines Fahrzeugs
ein Wagen mit ausländischem, Berliner Kennzeichen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kennen · verkennen · Kenner · kennerisch · Kennerblick · Kennermiene · kenntlich · Kenntnis · Kennwort · Kennzeichen · kennzeichnen
kennen Vb. ‘wissen, gehört oder gesehen haben’, ahd. kennen (9. Jh.; bi-, irkennen, 8. Jh., s. bekennen, erkennen), mhd. mnd. kennen asächs. -kennian (in antkennian ‘erkennen’), aengl. cennan ‘unterrichten, kundtun’, anord. kenna ‘bekanntmachen, wahrnehmen, genießen’, schwed. känna ‘kundtun, erkennen, kennen’, got. kannjan ‘bekanntmachen’ stellen sich als kausative jan-Verben zum Präs. Sing. (germ. *kann-) des unter können (s. d.) behandelten präteritopräsentischen Verbs. verkennen Vb. ‘nicht richtig erkennen, falsch beurteilen’ (17. Jh.). Kenner m. ‘wer Bescheid weiß, zuständig ist’ (16. Jh.). kennerisch Adj. ‘wissend’ (18. Jh.). Kennerblick m. (18. Jh.), Kennermiene f. (19. Jh.). kenntlich Adj. ‘erkennbar, deutlich’, mhd. kentlich, kantlich ‘erkennbar, bekennend, geständig’; vgl. auch mhd. kennelich ‘kennbar, offenkundig, bekannt’. Kenntnis f. ‘Wissen, Erfahrung’, mhd. kantnisse, kentnisse ‘Kenntnis, Erkenntnis’. Kennwort n. ‘für ausführliche Angaben stehendes vereinbartes Wort, Losung, Parole’ (20. Jh.). Kennzeichen n. ‘charakterisierendes, heraushebendes Merkmal’ (16. Jh.), dazu kennzeichnen Vb. ‘charakterisieren, markieren’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Attribut · Besonderheit · Charakteristikum · Charakterzug · Duktus · Eigenart · Eigenheit · Eigenschaft · Eigentümlichkeit · Kennzeichen · Manier · Merkmal · Wesensmerkmal · Wesenszug  ●  Attributivum  fachspr., linguistisch · Spezifikum  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Kennzeichen · Stempel
Automobil
Synonymgruppe
Autokennzeichen · Kennzeichen  ●  Autonummer  ugs., schweiz. · Kfz-Kennzeichen  fachspr., Amtsdeutsch · Kontrollschild  fachspr., Amtsdeutsch, schweiz. · Nummernschild  ugs.
Synonymgruppe
Kennzeichen · Merkmal · Stigma · Zeichen
Synonymgruppe
Faktor · Kennzeichen · Kriterium · Merkmal  ●  Parameter  fachspr.
Synonymgruppe
Ausstattungsmerkmal · Besonderheit · Charakteristikum · Eigenschaft · Funktion · Funktionalität · Funktionsmerkmal · Kennzeichen · Leistungsmerkmal · Produkteigenschaft · Produktmerkmal  ●  Feature  engl. · technische Daten  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kennzeichen‹ (berechnet)

Fluchtauto Fluchtfahrzeug Fluchtwagen Flüchtige Kraftfahrzeug Verrenkung amtlich anbringen angebracht aschaffenburger besondere böblinger friedberger gefälscht geklaut gestohlen groß-gerauer hervorstechend merken notieren notiert offenbacher schrauben stehlen typisch untrüglich unverwechselbar unveränderlich verfassungsfeindlich verfassungswidrig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kennzeichen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kennzeichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist das Kennzeichen innovativer Entscheidungen, ein "schlecht strukturiertes" Problem lösen zu müssen. [Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 1]
Darüberhinaus aber gilt es verallgemeinernd vor allem ein Kennzeichen beherrschter Klassen zu betonen. [Dahrendorf, Ralf: Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft, Stuttgart: Enke 1957, S. 189]
Diese metaphorische Struktur ist nun tatsächlich das Kennzeichen der Dichtung. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 427]
Darin liegt für die sorgsame Arbeit unserer Gegner wohl das beste Kennzeichen. [o. A.: Der große Krieg - Eine Chronik von Tag zu Tag, (1914) Nr. 10, S. 6132]
Das Schreiben zwischen den Kulturen ist zu einem Kennzeichen der internationalen literarischen Szene geworden. [Die Zeit, 27.08.1998, Nr. 36]
Zitationshilfe
„Kennzeichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kennzeichen>.

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