Keuchhusten, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Keuch-hus-ten
eWDG

Bedeutung

besonders im Kindesalter auftretende, akute, mehrere Wochen dauernde Infektionskrankheit der Schleimhäute in den Luftwegen, die durch häufige krampfhafte Hustenanfälle gekennzeichnet ist
Beispiel:
das Kind hatte Keuchhusten, den Keuchhusten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

keuchen · Keuchhusten
keuchen Vb. ‘hörbar schnaufend atmen’. Mhd. kīchen ‘schwer atmen’, frühnhd. keichen entwickelt sich wohl unter Einfluß von mhd. kūchen ‘hauchen’, frühnhd. kauchen im 16. Jh. zu keuchen ‘schwer atmen’. Dabei handelt es sich jeweils um lautnachahmende Bildungen, die sich teils mit schwed. (mundartlich) kika ‘schwer atmen’, teils mit nl. kuchen ‘hüsteln’, nd. kuchen, küchen, aengl. cohhetan, engl. to cough ‘husten’ und den unter Keuchhusten angeführten Formen verbinden. Im Nhd. stehen bis ins 19. Jh. keuchen und keichen nebeneinander, wobei keuchen meist als korrekte und keichen als entrundete Form empfunden wird. Keuchhusten m. Infektionskrankheit der Schleimhäute in den Luftwegen mit krampfartigem Husten (19. Jh.), Keichhusten (18. Jh.); vgl. schwed. kikhosta und (mit n-Erweiterung) mnd. kinkhōste, nl. kinkhoest sowie nd. kinken ‘schwer atmen, keuchen’, mnl. kincken.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Keuchhusten  ●  Pertussis  fachspr. · Stickhusten  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Keuchhusten‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Keuchhusten‹.

Verwendungsbeispiele für ›Keuchhusten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Keuchhusten ist eigentlich eine Übertragungskrankheit und tritt epidemisch auf. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 333]
Wir sterben nicht mehr an Keuchhusten und leben länger als jede Generation zuvor. [Die Zeit, 10.03.2003, Nr. 10]
Im Jahr 1899 wurde erstmals Heroin an Kinder mit Keuchhusten verordnet. [Der Tagesspiegel, 22.01.2001]
Keines der Kinder, die natürlich die üblichen Schutzimpfungen erhalten hatten, bekam den Keuchhusten. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 150]
Er habe mit seinem Keuchhusten die Goebbelsrede nicht stören wollen. [Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 108]
Zitationshilfe
„Keuchhusten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Keuchhusten>.

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