Kippfigur

WorttrennungKipp-fi-gur (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Psychologie in bestimmter Weise dargestellte Figur, die durch optische Inversion verschieden gesehen werden kann u. je nach augenblicklicher Einstellung abwechselnd als Darstellung zweier unterschiedlicher Figuren wahrgenommen wird

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gefährlich genug verwandelte sich die Kippfigur in einen Angstgegner.
Der Tagesspiegel, 20.08.2002
So kommt es infolge konkurrierender Aspekte oft zum »Umkippen« (»Kippfiguren«).
Reinecke, Hans-Peter u. a.: Tonalität. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 4739
Daraus kann man leicht erkennen, daß gegen die Philosophie nur die Philosophie hilft, die von gedanklichen Kippfiguren und von Zyklen lebt wie die Ökonomie.
Süddeutsche Zeitung, 26.02.1998
Was in der „Kippfigur“ vorgeführt wird, sind auch Erzählebenen, Erzählspiele, sind Verwirrspiele.
Die Zeit, 19.09.1986, Nr. 39
Hinter der empathischen Wehklage um die "Leiden Christi", den Weinkrämpfen und Seufzern der Gläubigen, war längst eine mediale Kippfigur präventiver Angstabwehr entstanden.
Die Zeit, 19.05.2004, Nr. 21
Zitationshilfe
„Kippfigur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kippfigur>, abgerufen am 21.04.2019.

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