Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kirgise, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kirgisen · Nominativ Plural: Kirgisen
Aussprache [kɪʁˈgiːzə]
Worttrennung Kir-gi-se
Wortbildung  mit ›Kirgise‹ als Erstglied: Kirgisin
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Einwohner Kirgisistans; jmd., der die kirgisische Staatsbürgerschaft besitzt; jmd., der (ursprünglich) aus Kirgisistan stammt
Beispiele:
Seit der Unabhängigkeit 1991 haben die Kirgisen zweimal ihr Staatsoberhaupt wegen Korruption und Vetternwirtschaft gestürzt; bei der sogenannten Tulpenrevolution 2005 und beim Umsturz im April 2010. Danach änderten sie die Verfassung des Landes von einem Präsidialsystem zu einem parlamentarischen. [Süddeutsche Zeitung, 06.10.2015]
500.533 Verse umfasst der längste Song der Welt, das Epos um den kirgisischen Nationalhelden Manas. Es handelt vom Kampf der Kirgisen gegen die benachbarten Uiguren und ist in der ausführlichsten seiner mehr als 60 Versionen zwanzigmal so lang wie »Ilias« und »Odyssee« zusammen. […] [Welt am Sonntag, 19.06.2016, Nr. 25]
Weder Tschingis Khan noch die Sowjetunion konnten den Kirgisen ihre kulturelle Identität rauben. Über Jahrtausende hinweg bewahrten sich die Nachkommen nomadisierender Reitervölker eine uralte Handwerkstechnik: Nach überliefertem Wissen entstehen einzigartige Teppiche aus Filz. […] [Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2012]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Kirgise‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kirgise‹.

Zitationshilfe
„Kirgise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kirgise>.

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