Kirschbaum, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKirsch-baum
WortzerlegungKirscheBaum
eWDG, 1969

Bedeutung

weitverbreiteter, weißblühender Obstbaum, dessen runde, sowohl süße als auch saure, wohlschmeckende Frucht einen harten Kern hat
Beispiel:
einen Kirschbaum pflanzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kirsche · Kirschbaum · Kirschgeist · Kirschwasser
Kirsche f. Die Bezeichnung für die rote, saftige Steinfrucht (Süßkirsche) ahd. kirsa (11. Jh.), mhd. kerse, kirse, asächs. kirs-, mnd. mnl. kerse, nl. kers, aengl. ciris- wird schon früh mit dem Obstanbau von den Römern ins Westgerm. übernommen. Der Name ist eine Entlehnung aus vlat. ceresia oder auch (in Glossen belegtem) ceresea, dem zum Femininum gewordenen Plural des Neutrums spätlat. cereseum, älter cerasium, cerasum ‘Kirsche’. Die lat. Bezeichnungen der Kirsche wie des Kirschbaums (lat. cerasus) sind ihrerseits Entlehnungen von griech. kérasos (κέρασος) ‘Kirschbaum’ (Akzent umstritten), kerásion (κεράσιον) ‘Kirsche’. Das griech. Wort ist wohl kleinasiat. (vielleicht thrak.-phryg.) Herkunft. Kirschbaum m. ahd. kirsboum (11. Jh.), mhd. kers(e)boum, asächs. kirsbōm, aengl. cirisbēam. Früher bezeugt ist im Ahd. alem. kries(i)boum (9./10. Jh.), zu ahd. (alem.) kriesa ‘Kirsche’ (Hs. 12. Jh.), das über eine Zwischenform *krēs- auf die oben genannten vlat. Formen zurückgeht. Kirschgeist m. (18. Jh.), Kirschwasser n. (18. Jh.), älter Kirschenwasser (16. Jh.) ‘aus Kirschen gebrannter Schnaps’, verkürzt Kirsch m. (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfelbaum Ast Blatt Blüte Buche Eiche Garten Großvater Kirsche Nußbaum Pflaumenbaum Rose Schatten Zweig blühen blühend fällen japanisch pflanzen plündern schenken wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kirschbaum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mein Kirschbaum bekommt jetzt, Ende August, schon reichlich welke Blätter.
Der Tagesspiegel, 01.09.2002
Nun reichte Kirschbaum seine Arbeit bei den „Physikalischen Blättern“ ein.
Die Zeit, 07.11.1957, Nr. 45
Draußen, vor dem Fenster, wehte ein Wind und schlug die Äste des Kirschbaums gegen das Glas.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 157
Wir stehen auf, wandern über den Rasen und setzen uns unter den Kirschbaum.
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 108
Preuß versucht noch ein, zwei belanglose Sätze, aber Kirschbaum beteiligt sich nicht mehr.
Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 187
Zitationshilfe
„Kirschbaum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kirschbaum>, abgerufen am 25.08.2019.

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