Kissen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kissens · Nominativ Plural: Kissen
Aussprache 
Worttrennung Kis-sen (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Kissen‹ als Erstglied: ↗Kissenbezug · ↗Kissenhülle · ↗Kissenplatte · ↗Kissenschlacht · ↗Kissenüberzug
 ·  mit ›Kissen‹ als Letztglied: ↗Brokatkissen · ↗Bügelkissen · ↗Daunenkissen · ↗Diwankissen · ↗Duftkissen · ↗Federkissen · ↗Fußkissen · ↗Gummikissen · ↗Heizkissen · ↗Keilkissen · ↗Klöppelkissen · ↗Kniekissen · ↗Kopfkissen · ↗Lederkissen · ↗Luftkissen · ↗Mooskissen · ↗Nackenkissen · ↗Nadelkissen · ↗Nähkissen · ↗Paradekissen · ↗Plüschkissen · ↗Reisekissen · ↗Rosshaarkissen · ↗Ruhekissen · ↗Samtkissen · ↗Sargkissen · ↗Schlummerkissen · ↗Schwimmkissen · ↗Sitzkissen · ↗Sofakissen · ↗Spitzenkissen · ↗Steckkissen · ↗Stempelkissen · ↗Stuhlkissen · ↗Taufkissen · ↗Verbandkissen · ↗Verbandskissen · ↗Wickelkissen · ↗Wärmekissen
eWDG, 1969

Bedeutung

mit weichem, flaumigem Material gefüllter Beutel, Sack, der wärmt und ein hartes Lager polstert
Beispiele:
das Kissen ist mit Federn, Rosshaar, Watte, Kapok gefüllt
ein rundes, viereckiges, weiches, warmes, gesticktes, großes, kleines Kissen
kühle, heiße Kissen
die Kissen im Bett, auf der Couch
ein Kissen aus Seide, Samt
ein Kissen auf den Stuhl legen
die Kissen aufschütteln
jmdm. ein Kissen unter den Kopf schieben
die Kissen zurechtrücken
den Kopf, den kranken Fuß auf ein Kissen legen
den Kopf aus den Kissen heben
in die Kissen zurücksinken
in den Kissen liegen
sich in die Kissen fallen lassen
seinen Kopf in den Kissen vergraben
etw. mit Kissen auslegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kissen n. ‘weiches Polster, Stoffhülle mit Federfüllung’, ahd. kussīn (9./10. Jh.), mhd. küssen, küssīn, küsse, nhd. Küssen und (vom 18. Jh. an überwiegend) entrundetes Kissen ist entlehnt aus afrz. co(u)ssin, cussin (frz. coussin) ‘Kissen, Polster’, Nebenform von afrz. coissin, das auf galloroman. *coxīnus beruht, der Bezeichnung für die im Mittelalter auf ungepolsterten Stühlen und Bänken verwendeten Sitzunterlagen, abgeleitet von lat. coxa ‘Oberschenkel, Hüfte’. Das Suffix -īnus ist wohl von lat. pulvīnus ‘Polster, Kissen’ übernommen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kissen · ↗Polster
Oberbegriffe
  • Textilien · ↗Textilware  ●  Wirkwaren  geh., veraltet
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Kissen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kissen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kissen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit offenen Augen lag er da, den Arm als Kissen unter dem Kopf.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 16
Als sie nur noch röchelte, erstickte er sie mit einem weißen Kissen vom Sofa.
Bild, 08.09.2004
Und weil es uns sonst verrät, nehmen wir kein anderes Kissen als unsere Arme.
Der Tagesspiegel, 12.06.2001
Der Alte legte sich wieder in die Kissen zurück, die Hände hinter dem Kopf.
Dürrenmatt, Friedrich: Der Verdacht, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1965 [1953], S. 25
Es ist 23.00 Uhr und jetzt werde ich bald in meine Kissen gehen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 09.12.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Kissen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kissen>, abgerufen am 25.09.2020.

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