Klöppel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Klöppels · Nominativ Plural: Klöppel
Aussprache  [ˈklœpl̩]
Worttrennung Klöp-pel
Wortbildung  mit ›Klöppel‹ als Letztglied: Glockenklöppel · Spitzenklöppel
eWDG

Bedeutungen

a)
(kleine) Keule aus Metall, die in einer Glocke hängt und sie durch ihr Anschlagen zum Läuten bringt
Beispiele:
der Klöppel schlug an die Glocke an
ein kleiner, eiserner Klöppel
b)
(kleine) Keule aus Holz, an der das Garn zum Klöppeln aufgespult ist, Spule
Beispiele:
ein Muster mit 20 Klöppeln
die Klöppel werfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klöppel · klöppeln
Klöppel m. stammt aus dem Omd. (15. Jh.), vgl. mhd. (md.) kloppel, bedeutet zunächst ‘Glockenschwengel’ sowie ‘Werkzeug zum Schlagen’ (z. B. ‘Trommelstock, Paukenschläger, Knüppel’), dann vor allem das als Garnspule dienende Holzstäbchen (wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Glockenschwengel), das die Heimarbeiter des Erzgebirges zum Klöppelwerk (16. Jh.) benutzen. Klöppel ist Gerätebezeichnung zu md. nd. kloppen (s. klopfen). Die hd. Form Klöpfel, frühnhd. klopfel, klöpfel ‘Glockenschwengel, Werkzeug zum Schlagen’ wird in der Literatursprache aufgegeben. Vgl. auch (zu ahd. klaffōn ‘schallen, tönen, klatschen’, s. klaffen) ahd. klephil, kleffil ‘Glockenschwengel’ (11. Jh.), mhd. klepfel, kleffel. klöppeln Vb. ‘mit Klöppeln gewirkte Spitzen, Bänder, Litzen herstellen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Klöppel‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Klöppel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Klöppel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als sie jung gewesen sei, habe man einander einen Klöppel geschenkt.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 4409
Sie hebt seinen Arm mit dem Klöppel und legt ihn auf das Instrument.
Der Tagesspiegel, 13.08.2002
Fünf Männer und eine Frau schwingen einen drei Meter langen Klöppel und hauen auf den Euro drauf.
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2001
Dazu muß der Klöppel erst mal rasch hin und her geschwungen werden.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 228
Die meisten Glocken besitzen einen Klöppel, durch den sie von innen angeschlagen werden.
Günther, Robert u. a.: Schlaginstrumente. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 9273
Zitationshilfe
„Klöppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kl%C3%B6ppel>, abgerufen am 20.09.2021.

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