Klüse

WorttrennungKlü-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Klüse‹ als Letztglied: ↗Ankerklüse
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Seemannssprache Öffnung im Schiffsbug für Ankerkette oder Taue
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klüse f. ‘Loch am Bug für die Ankerkette’, aus dem Nd. (18. Jh.), verkürzt aus nd. Klüsloch, Klüsgat ‘Öffnung eines Raumes’ (in dem sich die Ankerkette befindet); aus ostfries. klūsgatt, klūse, mnl. cluse, nl. kluis ‘abgeschlossener Raum, Mönchszelle’, entlehnt aus mlat. clusa ‘Einfriedung, eingehegtes Grundstück, Zelle’ (s. ↗Klause).

Verwendungsbeispiele für ›Klüse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Bug glänzte von Kupfer bis über die Klüsen, denn mit Eisfeldern war zu rechnen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 68
Wir haben zum Beispiel bei einem Test überrascht festgestellt, dass schlanke Leute durch die Klüsen krabbeln können, diese kleinen Öffnungen im Rumpf für die Festmacherleinen.
Die Zeit, 04.02.2004, Nr. 06
Zitationshilfe
„Klüse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kl%C3%BCse>, abgerufen am 23.01.2020.

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