Klabautermann, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKla-bau-ter-mann
HerkunftArabisch → Italienisch
Wortzerlegungklabauter-Mann
eWDG, 1969

Bedeutung

Mythologie Schiffskobold, der durch sein Erscheinen Gefahr für das Schiff anzeigt
Beispiel:
So glaubt man auf Schiffen an den Klabautermann [JahnnHolzschiff34]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klabautermann m. im Aberglauben der Seeleute ein Schutzgeist, der an schadhafte Stellen der Schiffswände klopft und den Schiffszimmermann damit zu Ausbesserungsarbeiten auffordert; dann auch ein unglückverheißender Schiffskobold, der den Untergang anzeigt. Der Name ist seit der 1. Hälfte des 19. Jhs. belegt (Klabotermann 1826, Klabautermann 1828) und wahrscheinlich aus der nd. Bezeichnung für den Schiffszimmermann Kalfater, Klafater (s. ↗kalfatern) hervorgegangen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kalfatermann · Klabattermann · Klabautermann
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Klabautermann‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und es müsste schon mit dem Klabautermann zugehen, bliebe der Saal weiterhin so leer.
Süddeutsche Zeitung, 15.10.1999
Vor der Tür des Museums wacht deshalb ein Klabautermann aus Stein.
Der Tagesspiegel, 24.08.2000
Das Meer aber gehorcht keinen Gespenstern, sondern nur den Göttern, Gott und dem Klabautermann, zum Spaß.
Die Zeit, 16.11.1962, Nr. 46
Die 54 Sparer des Geesthachter Clubs "Klabautermann" schäumen vor Wut.
Bild, 30.11.1999
Als der Andrang offenbar wurde, stellten von Hagens und seine Mitarbeiter über Nacht schnell ihre Klabautermänner um.
konkret, 1998
Zitationshilfe
„Klabautermann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klabautermann>, abgerufen am 20.02.2020.

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