Klang, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Klanges · Nominativ Plural: Klänge
Aussprache
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eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
mit dem Ohr wahrnehmbare Erscheinung der Umwelt, die durch mehrere sich überlagernde, regelmäßige akustische Schwingungen hervorgerufen wird
Beispiele:
ein voller, runder, heller, schriller, metallischer, tiefer, dunkler, lauter, schmetternder, leiser, feiner, zarter, weicher, sanfter, lieblicher, schöner, reiner, klarer, melodischer, harmonischer Klang
ein Klang verstummt, schallt, tönt laut
ferne, abgerissene Klänge vernehmen
den Klang der Glocken hören
der Klang der Gläser an festlicher Tafel
dazu erscholl ... der milde Klang der Hörner [A. ZweigJunge Frau216]
gehoben etw. wird Klangetw. erklingt
Beispiel:
der Dirigent ließ das Oratorium Klang werden
charakteristische Art und Weise, wie etw. klingt, Klangfarbe
Beispiele:
die Orgel, Geige hat einen schönen, reinen Klang
das Klavier, Radio ist schon alt, hat aber einen guten Klang
ihre Altstimme hat einen weichen Klang
man erkannte ihn am Klang der Stimme, am Klang seines Lachens
dem Klang seiner Stimme nach war er Norddeutscher
ihre Stimme war ohne Klang (= klang hart) [NollHolt2,475]
Geräusch, Schall
Beispiele:
man hörte den Klang seiner Schritte
beim bloßen Klang des Namens erschrak sie
ich hörte den Klang der Säge nicht mehr [H. W. RichterSpuren119]
Färbung, mitschwingender Nebenton
Beispiele:
seine Worte hatten einen rätselhaften, bitteren, spöttischen Klang
sie hatte noch den schneidenden, lieblosen Klang seiner Rede im Ohr
übertragen
Beispiel:
das gibt keinen guten Klang (= das verträgt sich schlecht)
2.
nur im Plural
Musik
Beispiele:
im Konzertsaal hört man moderne, wohlbekannte Klänge
unter den Klängen des Marsches, der Kapelle zogen die Sportler ein
Die rauschenden Klänge aus dem Tanzsaale tönten hierher [GutzkowRitter4,271]
Zum erstenmal seit meiner Heimkehr hörte ich wieder Musik, und diese reinen, klaren Klänge bekamen eine wunderbare Trostgewalt [HartungWunderkinder192]
3.
umgangssprachlich mit Sang und Klangmit Musik, fröhlich singend
Beispiel:
mit Sang und Klang wanderten wir durch die Wälder, zog die Wandergruppe vorüber
ohne Sang und Klangohne viel Aufhebens, in aller Stille
Beispiele:
er wurde ohne Sang und Klang beerdigt
die Sache ging ohne (viel) Sang und Klang vor sich
4.
Klang habenguten Ruf, gutes Renommee haben
Beispiele:
sein Name hat (einen guten) Klang in der Wissenschaft
ein Name von Rang und Klang
Pulsnitz ... das für dich als Stadt der Pfefferkuchen einen recht angenehmen Klang haben dürfte [KürthWanderfahrt28]
damit die Stadt Rostock wieder Klang und Rang unter den Seefahrern dieser Welt erhält [Weltbühne1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klang · klanglich
Klang m. ‘Ton, Schall’, ahd. klang (um 1000), mhd. klanc (Genitiv klanges) ‘Klang’ (von Gesang, Stimme, Glocken, Musikinstrumenten, vom Rauschen des Wassers), mnd. klanc, ablautendes Abstraktum zu dem unter ↗klingen (s. d.) behandelten Verb. klanglich Adj. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Klang · ↗Schall · ↗Ton  ●  Audio  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Akkord · ↗Harmonie · Klang · ↗Zusammenklang
Oberbegriffe
  • Schallereignis · akustisches Ereignis
  • Musikelement · musikalische Struktur · musikalisches Element
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Farbe Geräusch Glocke Instrument Melodie Orchester Orgel Rhythmus Stimme Ton Trommel dumpf elektronisch entlocken ertönen erzeugen erzeugt fern hell lauschen mischen orientalisch sanft satt schwebend sphärisch vertraut warm weich zart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Klang‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Wort von der konstruktiven Opposition bekommt so einen neuen Klang.
Die Zeit, 13.10.2005, Nr. 42
Locker assoziierte er den Klang des Namens Meck auf Bock, den man zum Gärtner gemacht habe.
Der Tagesspiegel, 15.12.2004
Auch wenn nichts zu hören ist, ist schon Klang da.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 90
In den nun folgenden Zeiten der Depression wollte man von den erregenden Klängen des Jazz nichts wissen.
Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787
Mitten in dem buntesten tropischen Treiben dringen bis zu uns diese wundervollen Klänge.
Wagner, Siegfried: Erinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1923], S. 21606
Zitationshilfe
„Klang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klang>, abgerufen am 22.09.2019.

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