Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Klatschmaul, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Klatsch-maul
Wortzerlegung Klatsch Maul
eWDG

Bedeutung

salopp, abwertend jmd., der gern über abwesende Personen Übles redet, klatscht
Beispiel:
das Ereignis gab den Klatschmäulern wieder reichlich Stoff

Verwendungsbeispiele für ›Klatschmaul‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich wollte den Klatschmäulern den Sieg nicht ohne weiteres gönnen und hielt mit gekniffenen Zähnen durch. [Friedländer, Hugo: Ein Liebesdrama im Berliner Tiergarten. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1921], S. 8042]
Das gab ein Aufsehen in Überlingen und die Klatschmäuler hatten vollauf Beschäftigung. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 4856]
Rosinchen war das Verhältnis eines Provinzlers und nimmt nach dessen schmählichem Abgang den Kampf ums Dasein mit den Klatschmäulern ihres Heimatnestes auf. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 01.03.1907]
Klatschmäuler behaupten, Anastacia hätte wieder einmal auch private Gründe für einen Aufenthalt in Deutschland. [Die Welt, 01.10.2004]
Zitationshilfe
„Klatschmaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klatschmaul>.

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