Kleidung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kleidung · Nominativ Plural: Kleidungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKlei-dung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Kleidung‹ als Erstglied: ↗Kleidungsstück  ·  mit ›Kleidung‹ als Letztglied: ↗Allwetterkleidung · ↗Babykleidung · ↗Badekleidung · ↗Berufskleidung · ↗Boxkleidung · ↗Campingkleidung · ↗Damenkleidung · ↗Dienstkleidung · ↗Einheitskleidung · ↗Fertigkleidung · ↗Funktionskleidung · ↗Gefangenenkleidung · ↗Hygienekleidung · ↗Jagdkleidung · ↗Kinderkleidung · ↗Markenkleidung · ↗Männerkleidung · ↗Oberkleidung · ↗Reisekleidung · ↗Schikleidung · ↗Schutzkleidung · ↗Skikleidung · ↗Sommerkleidung · ↗Strandkleidung · ↗Sträflingskleidung · ↗Trauerkleidung · ↗Turnkleidung · ↗Umstandskleidung · ↗Winterkleidung · ↗Zivilkleidung
eWDG, 1969

Bedeutung

Gesamtheit dessen, was der Mensch auf dem Körper trägt
Beispiele:
eine passende, zweckmäßige, geschmackvolle, leichte, warme, ärmliche Kleidung
der Bergsteiger zog sich [Dativ] eine wetterfeste Kleidung an
die Kleidung ablegen, zurechtmachen
für jmds. Nahrung und Kleidung sorgen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kleid · Klei · kleiden · kleidsam · Kleidung · Beinkleid
Kleid n. ‘Frauengewand’, im Plur. auch ‘Gesamtheit der auf dem Körper getragenen Kleidungsstücke’, mhd. kleit, mnd. klēt ‘Kleid, Kleidungsstück, Bekleidung’, mnl. cleet ‘Kleid, Kleidungsstück, Lappen, Tuch’, nl. kleed, aengl. clāþ ‘Tuch, Kleid, Segel’, engl. cloth ‘Tuch, Gewebe, Stoff’, clothes Plur. ‘Kleider, Kleidung, Wäsche’, anord. klæði ‘Kleidung’, schwed. kläde ‘Tuch’, afries. klāth, klād, klēth. Anzuschließen ist wohl an aengl. ætclīþan ‘festkleben, anhangen’, (schwundstufig) cliþa ‘Wundpflaster’ und an die unter ↗klettern und ↗Klette (s. d.) dargestellten Wortformen, so daß sich eine Verbindung zu ie. *gleit- herstellen läßt, eine Dentalerweiterung des unter ↗kleben (s. d.) angeführten ie. *glei- ‘kleben, schmieren’ zur Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’. Die t-Ableitung könnte partizipialen Sinn haben, Kleid würde danach das beim Walken mit fettem Ton (Walkerde) behandelte Wollgewebe, ‘das gekleite Tuch’ bedeuten und sich zu dem mit ↗kleben (s. d.) verwandten nd. Klei f. m. n. ‘fette Tonerde, schwerer Lehmboden’, asächs. klei, mnd. kley, kleye ‘Lehmboden, fetter, schwerer, fruchtbarer Boden’, mnl. clei, nl. klei, aengl. clǣg, engl. clay ‘Ton, Lehm’ stellen. kleiden Vb. ‘Kleidung anlegen, für Bekleidung sorgen, gut stehen, passen’, mhd. kleiden; dazu ankleiden, auskleiden (beide 15. Jh.), bekleiden (mhd. bekleiden), einkleiden (15. Jh.), entkleiden (mhd. en-, entkleiden), umkleiden (15. Jh.). kleidsam Adj. (18. Jh.). Kleidung f. spätmhd. kleidunge. Beinkleid n. (oft im Plur.) ‘Hose’ (Mitte 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bekleidung · ↗Garderobe · ↗Gewand · Kleider · Kleidung · ↗Kluft · ↗Mode · ↗Outfit · ↗Textilie(n)  ●  ↗Anziehsachen  ugs. · ↗Gewandung  geh. · Klamotten  ugs. · ↗Kledage  ugs., salopp, regional · ↗Konfektion  geh. · ↗Plünnen  ugs., norddeutsch · Sachen  ugs. · ↗Zeug  ugs.
Oberbegriffe
  • Textilien · ↗Textilware  ●  Wirkwaren  geh., veraltet
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(legere) Kleidung  ●  ↗Schlabberlook  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Accessoire Decke Ernährung Esse Frisur Hausrat Lebensmittel Medikament Möbel Nahrung Nahrungsmittel Schmuck Schuh Schuhwerk Spielzeug Tragen Unterkunft Wäsche angemessen blutverschmiert elegant festlich gebraucht korrekt modisch passend sauber traditionell warm wetterfest

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kleidung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Etwa hundert Teilnehmer trugen uniformähnliche schwarze Kleidung, wie sie in der rechtsextremen Szene üblich ist.
Die Zeit, 25.02.2008 (online)
Für die Frauen aus dem Iran ist ihre Kleidung kein Problem.
Der Tagesspiegel, 22.09.2004
Dann ist es besser, warme Kleidung mit einem wasserdichten Schutz zu kombinieren.
Van der Plas, Rob: Das Fahrrad, Ravensburg: Maier 1989, S. 28
Was können Sie bezüglich der Zeit aus der Kleidung der einzelnen Personen schließen?
o. A.: Einhundertdreiundvierzigster Tag. Freitag, 31. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 30343
Von der Kleidung sprachen wir bereits, haben aber noch nicht alles gesagt.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22783
Zitationshilfe
„Kleidung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kleidung>, abgerufen am 20.03.2019.

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