Klerikale, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Klerikalen · Nominativ Plural: Klerikale(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Klerikalen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Klerikale.
WorttrennungKle-ri-ka-le
Grundformklerikal
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

Mitglied der Geistlichkeit; Person, die (oder Politiker, der) die Interessen der Geistlichkeit vertritt
Beispiele:
Ein sinnloser Triumph. Obwohl der Reformer gewonnen hat, behalten die Klerikalen in Iran die Macht. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2001]
Nun eskaliert der Streit zwischen Klerikalen und Laizisten in der Regierungspartei [Frankreichs]. [Die Zeit, 06.09.2010, Nr. 36]
Der Irak ist ein tief gespaltenes Land. Kurden misstrauen den Arabern, Schiiten den Sunniten, Gemäßigte den Radikalen, Klerikale den Säkularen, Anhänger des Baath-Regimes allen anderen. [Die Zeit, 20.04.2006, Nr. 17]
Der Islamist Erdogan als Lenker des Südostbollwerks der Nato? Ein Klerikaler als Mächtigster in Ankara, das doch in die EU drängt? [Der Tagesspiegel, 05.11.2002]
Zu seinen [Konrad Adenauers] Grundüberzeugungen gehörte, daß der Staat, um recht gedeihen zu können, ein fruchtbares Verhältnis zu den Kirchen finden müsse. Aber er war kein Klerikaler. Den Kirchen sollte im Staat eine bedeutende Stellung eingeräumt werden, aber sie sollten dem Staat nicht befehlen dürfen. [Die Zeit, 21.04.1967, Nr. 16]
Zitationshilfe
„Klerikale“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klerikale>, abgerufen am 09.04.2020.

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