Klerisei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungKle-ri-sei
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kleriker · Klerus · Klerisei · klerikal
Kleriker m. ‘katholischer Geistlicher’ (19. Jh.) sowie Clericus (bis Anfang 19. Jh.) bzw. ahd. klī̌rih (9. Jh.), mhd. cleric, klerke, frühnhd. Cleric beruhen auf kirchenlat. clēricus ‘Angehöriger der Geistlichkeit, Geistlicher, Priester’, einer Ableitung von kirchenlat. clērus ‘Orden der Geistlichkeit, die Geistlichen in ihrer Gesamtheit’. Zugrunde liegt griech. klḗros (κλῆρος) ‘Los, Anteil, Erbteil, zugeloster Besitz, Grundstück’, kirchensprachlich (nach der Auffassung des Apostelamts als von Gott zugeteiltes Los bzw. Erbteil) ‘Priesterstand, Geistlichkeit, Priesteramt’, eigentlich ‘Steinscherbe, Holzstückchen’ (als Los gebraucht), zu griech. klā́n (κλᾶν) ‘(ab)brechen’. Vgl. auch griech. klērikós (κληρικός) ‘zur Erbschaft gehörig’, kirchensprachlich ‘zur Geistlichkeit gehörig’. Im Dt. auch (seit etwa 1700) Klerus m. ‘Geistlichkeit, Priesterschaft, Gesamtheit der katholischen Geistlichen’, entsprechend kirchenlat. clērus (s. oben). Dafür älter Klerisei f. clerisey (15. Jh.), mnd. kleresye, nach mlat. clericia. klerikal Adj. ‘geistlich, kirchlich, auf kirchlicher Grundlage beruhend, die katholische Geistlichkeit betreffend’ (1. Hälfte 19. Jh.), aus kirchenlat. clēricālis ‘priesterlich’.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Clerisei (altertüml.) · Klerisei (altertüml.) · ↗Klerus
Zitationshilfe
„Klerisei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klerisei>, abgerufen am 18.10.2019.

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