Klimperkasten, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKlim-per-kas-ten
WortzerlegungklimpernKasten
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend altes, abgenutztes Klavier
Beispiel:
sie spielt auf dem Klimperkasten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klimpern · Klimperei · Klimperkasten
klimpern Vb. ‘gedankenlos, stümperhaft auf einem Instrument (besonders Klavier) spielen, helle metallische Klänge erzeugen oder von sich geben’, lautnachahmende Bildung (17. Jh.) für das Erzeugen oder Ertönen von hellen Geräuschen, vgl. ähnliche Bildungen wie klempern (s. ↗Klempner), klampern, klampfern (s. ↗Klampfe). In abschätzigem Sinne Klimperei f. (18. Jh.) und Klimperkasten m. ‘(altes, abgenutztes) Klavier’ (19. Jh.).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Fortepiano · ↗Pianino · ↗Pianoforte  ●  ↗Klavier  ugs., Hauptform · Klimperkasten  ugs. · ↗Piano  geh., Jargon
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber verdammt nochmal, rief ich, sie soll ihn doch zum Teufel schicken, den gottverfluchten Klimperkasten.
Die Zeit, 09.01.1950, Nr. 02
Daher kann ich auf einem total verstimmten Klimperkasten (selbst in einer Bar) genau so gute Musik machen wie auf einem optimal gestimmten Konzertflügel.
Die Zeit, 06.11.1987, Nr. 46
Zitationshilfe
„Klimperkasten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klimperkasten>, abgerufen am 16.06.2019.

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