Kling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klingen · abklingen · anklingen · Anklang · erklingen · verklingen · kling · Kling
klingen Vb. ‘einen (hellen) Klang von sich geben, (er)tönen’, übertragen ‘sich gut anhören, gut wirken’, ahd. klingan (8. Jh.), mhd. mnd. klingen, mnl. clinghen ‘hell tönen, erschallen, rauschen, plätschern’, daneben (mit abweichender, wohl expressiver Konsonanz im Inlaut) mnl. clinken, nl. klinken, engl. (aus dem Nl.?) to clink ‘klinken’ (s. ↗Klinke, ↗Klinker). Die Formen führen auf ie. *glengh-, eine nasalierte Erweiterung der unter ↗Klage (s. d.) angegebenen Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’. Zum Verb sind gebildet ↗Klinge, ↗klingeln, ↗Klang (s. d.). abklingen Vb. ‘leiser werden, verklingen, schwächer werden, nachlassen’ (2. Hälfte 18. Jh.). anklingen Vb. ‘anfangen zu klingen, an etw. erinnern, mit etw. übereinstimmen’ (2. Hälfte 17. Jh.); Anklang m. ‘durch Anschlag hervorgerufener Klang, leichte Ähnlichkeit, Zustimmung, Anerkennung’ (2. Hälfte 18. Jh.). erklingen Vb. ‘hell ertönen, zu klingen beginnen’, mhd. erklingen ‘erklingen (lassen, machen)’. verklingen Vb. ‘immer leiser werden und allmählich aufhören zu klingen’ (2. Hälfte 18. Jh.). kling Interjektion für einen hellen Ton (besonders beim Gläserklang), Schallwort zum Verb, mhd. klingā klinc!, auch in der Doppelung kling kling (17. Jh.), kling ling ling (18. Jh.); mit Sekundärablaut kling klang (Goethe). Substantivisch Kling m. ‘heller Klang’, mhd. klinc. Entsprechend Klingklang m.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch das Spiel kommt für uns sehr ungelegen ", sagt Kling.
Bild, 23.03.2005
Dann will Kling mithelfen, den ganz großen Coup zu landen.
Die Welt, 10.07.2003
Ob dann aber die existierenden Häuser finanziell auch in diese Oberklasse aufsteigen könnten, kann Kling derzeit nicht sagen.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2001
Der erste Offizier Kling hatte die Filchner-Expedition mitgemacht und verfügte über reiche Erfahrungen.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 120
Marie Kling wurde vor ein Standgericht gestellt, freigesprochen, sollte den Tag darauf entlassen werden.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 897
Zitationshilfe
„Kling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kling>, abgerufen am 21.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
klimpern
klimperklein
Klimperkiste
Klimperkasten
Klimpergeld
Klinge
Klingel
Klingelanlage
Klingelbeutel
Klingeldraht