Klinge, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Klinge · Nominativ Plural: Klingen
Aussprache
WorttrennungKlin-ge (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Klinge‹ als Letztglied: ↗Degenklinge · ↗Dolchklinge · ↗Rasierklinge · ↗Schwertklinge · ↗Stahlklinge · ↗Stoßklinge
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
scharf geschliffener, biegsamer, glänzender Teil aus Stahl von einem Messer oder Werkzeug, der zum Schneiden oder Stechen dient
Beispiele:
eine schmale, gerade, stumpfe, spitze, rostige, blanke, blitzende Klinge
die Klinge ist abgebrochen
die Klinge des Dolches, Messers
2.
Waffe, die 1 besitzt, besonders Degen, Säbel, Schwert
Beispiele:
die Klinge ziehen
er reißt die Klinge aus der Scheide
jmdn. vor die Klinge (= zum Zweikampf) fordern
im Zweikampf die Klingen (miteinander) kreuzen
übertragen die Klingen (miteinander) kreuzenein Wortgefecht ausführen
Beispiele:
er war ein wortgewandter Redner und kreuzte oft die Klingen mit seinen Gegnern
jmdn. über die Klinge springen lassen (= jmdn. mit Vorsatz zugrunde richten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klinge f. ‘schneidender oder stechender stählerner Teil eines Werkzeugs, einer Waffe, die Waffe selbst, Schwert, Degen, Säbel’, mhd. mnd. klinge ‘Schwert-, Messerschneide, Schwert’ ist aus dem Verb mhd. mnd. klingen ‘hell tönen, erschallen’ (s. ↗klingen) rückgebildet, also nach dem hellen Klang des auf Helm und Panzer treffenden Schwertes benannt. Vgl. die Wendung einen (eigentlich den Kopf) über die Klinge springen lassen ‘jmdn. hinrichten, töten, vernichten’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blatt · Klinge · ↗Messerklinge · ↗Schneide
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Degen Dolch Florett Klappmesser Korkenzieher Küchenmesser Messer Naßrasierer Rasierapparat Rasierer Schaber Schere Schneide Taschenmesser blank blitzend feststehend gebogen gekreuzt gekrümmt geschliffen kreuzen messerscharf rammen rasiermesserscharf rostfrei scharf stumpf verbiegen zweischneidig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Klinge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich weiß natürlich, dass es elegantere Methoden gibt, eine Klinge zu schärfen.
Der Tagesspiegel, 12.09.2004
Mühsam wie noch nie suchtest du die Töne, die du gefühlt hattest, und es gelang dir, eine schmerzhafte Sehnsucht zum Klingen zu bringen.
Kerner, Charlotte: Blueprint Blaupause, Weinheim: Beltz & Gelberg 1999, S. 113
Hätte sich die Klinge sonst viel tiefer in ihren Rücken gebohrt?
Süddeutsche Zeitung, 22.03.1995
Um 1800 ist dann wieder die fast gerade spitze Klinge beliebt.
Woenne, Paul: Über Bestecke. In: Bräuer, Hasso (Hg.) Archiv des deutschen Alltagsdesigns, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1939], S. 340
Freilich hatten sie mit ihm dereinst die Klingen scharf gekreuzt.
Weber, Max: Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Politische Schriften, München: Drei Masken Verl. 1921 [1918], S. 125
Zitationshilfe
„Klinge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klinge>, abgerufen am 21.05.2019.

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