Klitsch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Klitsches · Nominativ Plural: Klitsche
Aussprache 

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  1. [landschaftlich, salopp] ...
    1. 1. leichter Schlag mit der flachen Hand
    2. 2. klitschiges Gebäck
    3. 3. klebriger, zäher Klumpen
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, salopp
1.
leichter Schlag mit der flachen Hand
Beispiele:
jmdm. einen Klitsch geben
der Junge hat ordentlich Klitsche (= Schläge) gekriegt
2.
klitschiges Gebäck
Beispiel:
der Kuchen ist (reiner) Klitsch geworden
3.
klebriger, zäher Klumpen
Beispiel:
ein Klitsch Teig, Butter, Lehm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klitschen · klitsch · Klitsch · klitschig
klitschen Vb. ‘einen hell klatschenden Schlag austeilen, mit hell klatschendem Geräusch aufschlagen, kleben, sich ballen’. Das (im Unterschied zu später bezeugtem ablautendem ↗klatschen, s. d.) eine helle Klangfarbe wiedergebende lautmalende Verb ist seit dem 16. Jh. nachweisbar und heute noch landschaftlich üblich; älter ist klitzen (in spätmhd. unbeklitzet ‘unbefleckt’); vgl. omd. klitschnaß Adj. klitsch Schallwort zur Bezeichnung eines hell klatschenden Geräusches, vor allem in der ablautenden Wendung klitsch, klatsch für unterschiedlich helle Töne (Campe 1808, doch mundartlich gewiß älter). Klitsch m. ‘hell klatschender Schall oder Schlag, zähweiche Masse, klebriger Klumpen, klitschiges Gebäck’ (18. Jh.), vorwiegend md. wie klitschig Adj. ‘feucht, klebrig, schlecht durchgebacken’ (18. Jh.), älter nd. klitzig. Vgl. nordd. Klietsch, klietschig.
Zitationshilfe
„Klitsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Klitsch>, abgerufen am 22.10.2020.

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