Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Knack, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Knacks
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knacken · Knack · Knacker · Knackwurst · Knacks · knacksen · verknacksen
knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen, gewaltsam öffnen’, frühnhd. knacken ‘krachen, einen Sprung, Riß bekommen’ (15. Jh.), mnd. knāken, knacken ‘krachen’, mnl. cnāken, cnacken, nl. knacken ‘knicken, brechen, krachen’, schwed. knaka ‘krachen’, engl. (mundartlich) to knack ‘krachen, brechen’ bilden mit ablautenden mhd. (niederrhein.) knochen ‘pressen, drücken’, aengl. cnocian ‘schlagen, stoßen’, engl. to knock ‘klopfen, schlagen, stoßen’, anord. knoka ‘schlagen, prügeln’ eine nur im Germ. vorkommende Gruppe von Lautnachahmungen. – Knack m. ‘kurzer krachender Laut, Riß, Sprung’ (17. Jh.; md. gnacke, 15. Jh.) ist entweder Rückbildung aus dem Verb oder Substantivierung der lautnachahmenden Interjektion knack. Knacker m. ‘knackendes Geräusch’ (17. Jh.), heute vor allem ‘komischer, (auch) geiziger alter Mann’ (um 1900), oft als Schelte oder spöttisch (da man die Gelenke knacken hört) alter Knacker; ferner (im Anschluß an knacken ‘geräuschvoll aufbrechen’) ‘Nußknacker’ (1700) sowie ‘Einbrecher’ (19. Jh.), vgl. Geldschrankknacker (20. Jh.), landschaftlich (auch f.) ‘Knackwurst’. Knackwurst f. angeräucherte Wurst aus gehacktem Fleisch mit Fettstückchen und dünner, spröder Schale (16. Jh.), nach dem knackenden Geräusch, das beim Hineinbeißen entsteht. Knacks m. ‘knackendes Geräusch, Knack, Sprung, Riß, gesundheitlicher Schaden’ (18. Jh.), verstärkende Bildung zu gleichbed. Knack (s. oben), wie knacksen Vb. (19. Jh.), Intensivum zu knacken (falls nicht von Knacks abgeleitet). verknacksen Vb. in Wendungen wie sich den Fuß, die Hand verknacksen ‘verstauchen’, oft mit knackendem Geräusch der Knochen oder Sehnen (um 1900). Anderer Herkunft ist verknacken ‘verurteilen’ (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Devisen  ugs. · Diridari  ugs., bairisch · Eier  ugs. · Euronen  ugs. · Flöhe  ugs. · Forinthen  ugs. · Heu  ugs. · Kies  ugs. · Klicker  ugs. · Klöpse  ugs. · Knack  ugs. · Knete  ugs. · Kohle  ugs. · Koks  ugs. · Krönchen  ugs. · Kröten  ugs. · Lehm  ugs. · Mammon  geh., abwertend, biblisch · Marie  ugs. · Moneten  ugs. · Moos  ugs. · Murmeln  ugs. · Mäuse  ugs. · Möpse  ugs. · Ocken  ugs. · Patte  ugs. · Penunse  ugs. · Penunze  ugs. · Piepen  ugs. · Pinke  ugs. · Pulver  ugs. · Radatten  ugs. · Rubel  ugs. · Rubelchen  ugs. · Räppli  ugs., schweiz. · Scheinchen  ugs. · Scheine  ugs. · Schlotten  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Knack‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Knack‹.

Verwendungsbeispiele für ›Knack‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das leise Knacken war normal, trotzdem gefiel es ihr nicht. [Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 0]
Lediglich das nachträgliche Knacken der verschlüsselt übertragenen Daten ist denkbar. [C’t, 1999, Nr. 3]
Ein gelegentliches Knacken ist dabei schon als geringstes Übel anzusehen. [C’t, 1996, Nr. 4]
Ein Knacken in der Leitung brachte uns aus dem Takt. [Die Zeit, 10.03.1978, Nr. 11]
Wenn ich morgens zum Schreiben aufstehe, hört man noch drei Häuser weiter das Knacken der Knochen. [Die Zeit, 17.06.2013, Nr. 15]
Zitationshilfe
„Knack“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Knack>.

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