Knauf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Knauf(e)s · Nominativ Plural: Knäufe
Wortbildung mit ›Knauf‹ als Letztglied: ↗Kuppelknauf · ↗Silberknauf · ↗Stockknauf · ↗Säulenknauf · ↗Turmknauf · ↗Türknauf
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
kugelartige oder knopfartige Verdickung an einem Ende eines länglichen Gegenstandes, die zum Anfassen dient und oft verziert ist
Beispiele:
der Knauf des Säbels, Schwertes, Degens
den Dolch am Knauf anfassen
die Knäufe des Geländers, der Lehnen
der Knauf am Schaltknüppel
Er schwenkte einen Stock mit einem silbernen Knauf [EichStimmen26]
die gedrehten Knäufe und Wülste der schweren Sessel [A. ZweigJunge Frau213]
2.
Architektur Säulenkopf, Kapitell
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Knauf m. ‘kugel- oder knopfartiger Griff’ (am Schwert, am Stock). Das nur im Kontinentalwestgerm. begegnende Substantiv ahd. knouf ‘Knoten’ (11. Jh.), mhd. knouf ‘Knauf am Schwert, Knopf auf Türmen’, mnd. knōp, afries. knāp, mnl. cnoop, nl. knoop und die Deminutiva mhd. knoufel, knöufel, frühnhd. knoufelīn, knöufelīn (15. Jh.) stehen im Ablaut zu der unter ↗Knopf (s. d.) dargestellten Wortgruppe.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anfasser · ↗Griff · ↗Halt · ↗Haltegriff · ↗Handgriff · ↗Heft (Messer) · ↗Henkel · Knauf
Synonymgruppe
Beschlagnagel · Knauf · ↗Knopf

Typische Verbindungen
computergeneriert

Deckel Gehstock Griff Pistole Schalthebel Schwert Spazierstock Stock golden ruhen silbern stützen vergoldet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Knauf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch Knauf, so ist sich Hamm sicher, macht unbeirrt weiter.
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2000
Als er sich umdrehte, drückte der Knauf des Messers in die Wade.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 255
Der Mann zieht dem Tier den Knauf weg, so daß es fliegen muß.
Die Zeit, 24.11.1972, Nr. 47
In der Renaissance wurde der A. zu einem die Deckenbalken betonenden Knauf.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 174
Ein alter Herr mit weißem Bart stand auf und stützte sich auf den silbernen Knauf seines Ebenholzstockes.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 445
Zitationshilfe
„Knauf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Knauf>, abgerufen am 14.10.2019.

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