Kneipe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kneipe · Nominativ Plural: Kneipen
Aussprache
WorttrennungKnei-pe
Wortbildung mit ›Kneipe‹ als Erstglied: ↗Kneipenbesitzer · ↗Kneipenbummel · ↗Kneipengänger · ↗Kneipenprügelei · ↗Kneipenrunde · ↗Kneipenschlägerei · ↗Kneipentisch · ↗Kneipentour · ↗Kneipenwirt · ↗Kneipier
 ·  mit ›Kneipe‹ als Letztglied: ↗Animierkneipe · ↗Bierkneipe · ↗Bumskneipe · ↗Dorfkneipe · ↗Eckkneipe · ↗Hafenkneipe · ↗Kutscherkneipe · ↗Künstlerkneipe · ↗Matrosenkneipe · ↗Raucherkneipe · ↗Schifferkneipe · ↗Schwulenkneipe · ↗Stammtischkneipe · ↗Stehkneipe · ↗Szenekneipe · ↗Truckerkneipe · ↗Vorstadtkneipe
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
salopp, abwertend einfaches Wirtshaus, Schenke
Beispiele:
eine verqualmte, finstere, rauchige, verrufene, ordinäre Kneipe
in einer Kneipe einkehren
in der Kneipe Schnaps, Bier trinken, Karten spielen
Was meinten Sie da mit Kneipe ...? Wir sind ein anständiges Haus [BobrowskiLevin250]
2.
Studentensprache Zusammenkunft zum Zechen
Beispiel:
denn vielleicht begegnete man Angehörigen anderer Korporationen und konnte eine Kneipe halten [KoeppenTod72]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kneipe · kneipen1 · Kneipier
Kneipe f. ‘einfaches Wirtshaus, Schenke’. Im 18. Jh. zuerst im Obsächs. aufkommendes Kneipschenke wird in der Studentensprache zu Kneipe verkürzt und bezeichnet eine ‘kleine, schlechte Schenke’ sowie die darin abgehaltene ‘Zusammenkunft zum Zechen’, dann auch das ‘kleine Zimmer eines Studenten’, die ‘Studentenbude’ (Ende 18. Jh.). Das Substantiv gehört wahrscheinlich zu ↗kneipen ‘kneifen, zusammendrücken, klemmen, einengen’ (s. d.), so daß von einer Vorstellung ‘beklemmend enger Raum’ auszugehen ist. Kneipe wird heute meist in abschätzigem Sinne gebraucht, oft aber auch als ‘vertrautes, gemütliches Lokal’ verstanden. kneipen1 Vb. ‘zechen’ (18. Jh.). Kneipier m. ‘Wirt, Inhaber einer Kneipe’, französierende Bildung der Studentensprache (um 1800).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bar Bier Biergarten Bistro Bordell Cafe Café Club Disco Disko Diskothek Ecke Gaststätte Hinterzimmer Kiez Kino Kneipe Laden Prenzlauer Rauchverbot Restaurant Supermarkt Tresen Wirt aufmachen gemütlich umliegend urig verraucht verräuchert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kneipe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Merk lief damals raus aus der Kneipe, die Situation widerte ihn an.
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2004
Das Geld steckt in den Kneipen, das habe ich überhaupt nicht.
Regener, Sven: Herr Lehmann, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2006 [2001], S. 106
Dort fanden wir eine kleine Kneipe, die noch geöffnet hatte.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 280
Während dieser Tage trafen wir uns zufällig in einer Kneipe.
Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 105
Unten im Haus, in dem er wohnt, ist eine Kneipe.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 182
Zitationshilfe
„Kneipe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kneipe>, abgerufen am 19.07.2019.

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