Knilch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Knilch(e)s · Nominativ Plural: Knilche
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend unangenehmer Mensch, Kerl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Knülch · Knilch
Knülch Knilch m. nur umgangssprachlich (vor allem nordd., nordwestd. und md.) ‘unangenehmer Mensch’ oder überhaupt in lässig-lockerer Rede ‘Mensch, Kerl’ (Anfang 20. Jh.). Herkunft ungeklärt. Vielleicht eine Bildung des Rotw. aus knollig (älter knollicht) ‘bäuerisch, grob’ (zu ↗Knolle, s. d.), also eigentlich ‘grober Kerl’? Oder mit Knobloch in: Lingua 26 (1970/71) 307 aus Knünich, der kölnischen Lautung von Kanonikus?

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort haben zwei durchgeknallte Knilche alle Bewohner umgebracht und ihre Leichen als Wachsfiguren konserviert.
Bild, 02.06.2005
Fernando (Jörg Witte), ein dauerbaggernder Knilch, zieht sich splitterfasernackt aus.
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2002
Warum geht dieser Knilch in den diplomatischen Dienst für den Staat Slowenien?
konkret, 1996
Und man hofft, bitte, lass diesen Knilch an mir vorüberziehen.
Der Tagesspiegel, 08.06.2003
Zitationshilfe
„Knilch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Knilch>, abgerufen am 16.02.2019.

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