Knollen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Knollens · Nominativ Plural: Knollen
WorttrennungKnol-len
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

selten
Synonym zu Knolle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Knolle · Knollen · knollig · Knollenblätterpilz
Knolle f. Knollen m. ‘Auswuchs, Klumpen, Wurzelverdickung’, ahd. knollo ‘Riff, Klippe’ (8. Jh.), ‘Klumpen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. knolle ‘Klumpen, Erdscholle, plumper Mensch’, mnd. knolle, knul ‘kleine Anhöhe’ (nur als Ortsname), mnl. cnol ‘kleine Anhöhe’, nl. knol ‘Knolle, Rübe’, aengl. cnoll, engl. knoll ‘Hügel, Kuppe, Bergspitze, Gipfel’, anord. knollr ‘Bergkuppe’ setzen bei Entwicklung von ll aus germ. zl oder ðl germ. *knuzla- bzw. *knuðla- ‘zusammengeballte Masse, Klumpen’ voraus, führen also entweder auf ie. *gneus- (s. ↗knüllen, ↗Knust) oder auf ie. *gneut- (s. ↗Knoten), beides Erweiterungen der Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’. knollig Adj. ‘knorrig, klumpig, verdickt’ (18. Jh.), älter knollicht (15. Jh.). Knollenblätterpilz m. (20. Jh.), Knollenblätterschwamm (19. Jh.), künstlich geprägter Name für mehrere giftige Pilzarten mit einer kugeligen Verdickung (Knolle) am Grunde des Stiels.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Frucht Pflanze Samen Wurzel Zwiebel dick ernten pflanzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Knollen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn noch rechnet sich das Fördern der begehrten Knollen nicht.
Die Zeit, 06.02.2012 (online)
Zum Teil seien die Knollen durch starken Regen extrem groß geworden, wodurch sie oft innen hohl würden.
Süddeutsche Zeitung, 28.09.2002
Der Überwinterungsraum darf nicht zu trocken sein, sonst schrumpfen die Knollen.
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 41
An anderen Stellen, besonders in Samen und Knollen, kann daraus wieder Stärke aufgebaut werden.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 287
Beim Legen der Knollen neben jede einen kräftigen Stab stecken zum späteren Anbinden der hohen Triebe.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 57
Zitationshilfe
„Knollen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Knollen>, abgerufen am 15.12.2019.

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