Koch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Koch(e)s · Nominativ Plural: Köche
Aussprache
Wortbildung mit ›Koch‹ als Erstglied: ↗Köchin  ·  mit ›Koch‹ als Letztglied: ↗Amateurkoch · ↗Beikoch · ↗Diätkoch · ↗Fernsehkoch · ↗Garkoch · ↗Hilfskoch · ↗Hobbykoch · ↗Kompaniekoch · ↗Meisterkoch · ↗Oberkoch · ↗Spitzenkoch · ↗Starkoch · ↗Sternekoch · ↗Werkkoch · ↗Werkskoch
eWDG, 1969

Bedeutung

Fachmann, der in der Zubereitung von Speisen ausgebildet ist
Beispiele:
er wird, lernt Koch
er arbeitet als, ist Koch in einem Hotel, in unserer Betriebsküche
seit vielen Jahren fährt er als Koch zur See
ein guter, schlechter Koch
sprichwörtlich viele Köche verderben den Brei
sprichwörtlich Hunger ist der beste Koch (= dem, der hungrig ist, schmeckt jedes Essen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koch1 · Köchin · kochen · Koch2 · Kocher
Koch1 m. ‘wer Speisen zubereitet bzw. sich berufsmäßig damit befaßt’, ahd. kohho (9. Jh.), koh (11. Jh.), mhd. koch, asächs. mnd. kok, mnl. coc, nl. kok werden im Zusammenhang mit der verfeinerten römischen Kochkunst aus lat. cocus (Nebenform von lat. coquus) ‘Koch’ ins Germ. entlehnt. Aengl. cōc, engl. cook setzt dagegen sekundäre Dehnung des Vokals voraus (ähnliche Entwicklungen zeigen die unter ↗Brief, ↗Schule, s. d., behandelten Entlehnungen). Abgeleitet Köchin f. spätmhd. köchinne (14. Jh.) neben dem zum Verb gebildeten kocherīn. kochen Vb. ‘sieden, wallen, brodeln, Speisen zubereiten’, ahd. kohhōn (10. Jh.), mhd. kochen, mnd. kōken, mnl. cōcen, nl. koken, afries. koka sind (parallel zum Substantiv) frühe Entlehnungen aus lat. cocere (Nebenform von lat. coquere) ‘kochen, sieden’. Ahd. kohhōn stellt sich neben einheimisches ahd. siodan (nhd. ↗sieden, s. d.), das noch heute im Süden des dt. Sprachgebietes für ‘den Siedepunkt erreichen, gar kochen’ gilt. Abgeleitet vom Verb Koch2 n. obd. öst. ‘Gekochtes, Brei’, mhd. koch. Kocher m. ‘Gerät zum Kochen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Koch  ●  ↗Küchenbulle  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bäcker Dieb Gastronom Gärtner Herd Hotelfachleute Kellner Kellnerin Koch Konditor Köchin Liebhaber Olympiade Peer Restaurant Restaurantfachleute Winzer Zimmermädchen angehend arbeitslos begnadet berühmt braten brutzeln gelernt kochen servieren verderben zaubern zubereiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer gläsernen Küche kann jeder den jungen Köchen beim Zubereiten zugucken.
Bild, 10.08.2005
Denn das Reich des Koches ist von den meisten Plätzen direkt einsehbar.
Der Tagesspiegel, 21.09.2000
Von den Fähigkeiten des Kochs hat er sich schon öfters überzeugen können.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 306
Und die Köche, die bald merkten, daß er tatsächlich etwas vom Brutzeln verstand, ließen ihn gewähren.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 40
Die Kochs lebten dann in einer Villa in der Nähe des Lagers.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 42
Zitationshilfe
„Koch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koch#1>, abgerufen am 19.05.2019.

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Koch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kochs · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Koch‹ als Letztglied: ↗Erdäpfelkoch · ↗Grießkoch · ↗Hollerkoch · ↗Sudelkoch
eWDG, 1969

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Brei
Beispiele:
das Koch ist eine Milchspeise, die in einer Form gedünstet, gekocht oder gebacken wird
alle sind gleich in ihrer Gier nach Milch und süßem Koch [WaggerlJahr52]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koch1 · Köchin · kochen · Koch2 · Kocher
Koch1 m. ‘wer Speisen zubereitet bzw. sich berufsmäßig damit befaßt’, ahd. kohho (9. Jh.), koh (11. Jh.), mhd. koch, asächs. mnd. kok, mnl. coc, nl. kok werden im Zusammenhang mit der verfeinerten römischen Kochkunst aus lat. cocus (Nebenform von lat. coquus) ‘Koch’ ins Germ. entlehnt. Aengl. cōc, engl. cook setzt dagegen sekundäre Dehnung des Vokals voraus (ähnliche Entwicklungen zeigen die unter ↗Brief, ↗Schule, s. d., behandelten Entlehnungen). Abgeleitet Köchin f. spätmhd. köchinne (14. Jh.) neben dem zum Verb gebildeten kocherīn. kochen Vb. ‘sieden, wallen, brodeln, Speisen zubereiten’, ahd. kohhōn (10. Jh.), mhd. kochen, mnd. kōken, mnl. cōcen, nl. koken, afries. koka sind (parallel zum Substantiv) frühe Entlehnungen aus lat. cocere (Nebenform von lat. coquere) ‘kochen, sieden’. Ahd. kohhōn stellt sich neben einheimisches ahd. siodan (nhd. ↗sieden, s. d.), das noch heute im Süden des dt. Sprachgebietes für ‘den Siedepunkt erreichen, gar kochen’ gilt. Abgeleitet vom Verb Koch2 n. obd. öst. ‘Gekochtes, Brei’, mhd. koch. Kocher m. ‘Gerät zum Kochen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Koch  ●  ↗Küchenbulle  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bäcker Dieb Gastronom Gärtner Herd Hotelfachleute Kellner Kellnerin Koch Konditor Köchin Liebhaber Olympiade Peer Restaurant Restaurantfachleute Winzer Zimmermädchen angehend arbeitslos begnadet berühmt braten brutzeln gelernt kochen servieren verderben zaubern zubereiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Koch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer gläsernen Küche kann jeder den jungen Köchen beim Zubereiten zugucken.
Bild, 10.08.2005
Denn das Reich des Koches ist von den meisten Plätzen direkt einsehbar.
Der Tagesspiegel, 21.09.2000
Von den Fähigkeiten des Kochs hat er sich schon öfters überzeugen können.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 306
Und die Köche, die bald merkten, daß er tatsächlich etwas vom Brutzeln verstand, ließen ihn gewähren.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 40
Die Kochs lebten dann in einer Villa in der Nähe des Lagers.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 42
Zitationshilfe
„Koch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Koch#2>, abgerufen am 19.05.2019.

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