Kohlmeise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKohl-mei-se
eWDG, 1969

Bedeutung

größte Meise, bei der der Oberkopf, die Kehle und ein Streifen, der über die schwefelgelbe Unterseite läuft, schwarz gefiedert sind
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kohle · Kohlmeise · Kohlrabe · kohlschwarz · kohlen2 · verkohlen2 · Köhler · Kohlensäure
Kohle f. ‘im Bergbau gewonnener, fester, schwarzer Brennstoff’, zuvor ‘Holzkohle’, ahd. kolo (8. Jh.), kol (9. Jh.), mhd. kol, asächs. kol, mnd. kōle, mnl. cōle, nl. kool, aengl. col, engl. coal, anord. schwed. kol. Vergleichbar ist ir. gúal (aus *geulo- oder *goulo-), so daß ie. *g(e)ulo- ‘glühende Kohle’ angesetzt werden kann, während eine Verbindung mit den (meist anders hergeleiteten) Formen aind. jválati ‘brennt, verbrennt, glüht’, jvárati ‘ist fiebrig, fiebert’, jvaryatē ‘wird in Fieberhitze versetzt’ über ie. *g̑(e)ul-, *g̑u̯el- herzustellen wäre. Oder man geht (vgl. W. Schulze Kl. Schr. 479) von der ‘kalten Kohle’ (d. h. von der nach der Brennerei im Meiler erkalteten Kohle, der Holzkohle) aus, dann kann Kohle mit aengl. calan ‘erkalten, abkühlen’, anord. kala ‘frieren, kalt machen’, ahd. kalawa ‘Fieberschauer’ (10. Jh.), ablautend anord. kuldi ‘Kälte, Feindschaft’, mnd. kȫlde, kōlde, külde ‘Kälte, Frost’ sowie den unter ↗kalt (s. d.) aufgeführten Wortformen verbunden und an die dort genannte Wurzel ie. *gel(ə)- ‘kalt, frieren’ angeschlossen werden. Kohlmeise f. Meisenart mit schwarzem Hals und Kopf, mhd. kolemeise. Kohlrabe m. tiefschwarzer Rabe, ‘Kolkrabe’ (18. Jh.). kohlschwarz Adj. ‘tiefschwarz’, mhd. kolswarz; auch in scherzhafter Steigerung kohlrabenschwarz, kohlrußraben- pechschwarz (18. Jh.) und (md.) kohlpechrabenschwarz. kohlen2 Vb. ‘schwelen, glimmen (und dabei zu Kohle werden)’, mhd. koln, kolen. verkohlen2 Vb. ‘zu Kohle brennen, kohleartig werden’ (18. Jh.). Köhler m. ‘Kohlenbrenner’, mhd. koler, köler. Kohlensäure f. schwache Säure, die eine Lösung von Kohlendioxid in Wasser darstellt (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kohlmeise  ●  Parus major  fachspr., lat.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amsel Blaumeise Buchfink Phantasie Rotkehlchen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kohlmeise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie macht es sich gerade im Nest der Kohlmeise gemütlich.
Bild, 29.09.2003
Ich weiß nicht, wann der Viscount lebte, doch wenn es zutrifft, was er schrieb, dann muß es sich um eine kriminelle englische Kohlmeise gehandelt haben.
Die Zeit, 17.02.1986, Nr. 07
So hat man bei Kohlmeisen sogar achthundert bis neunhundert tägliche Fütterungen vermerkt.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 83
Ein solches Verhalten zeigen andere Arten auch, selbst Kohlmeise und Amsel.
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2004
Selbst Einzelgänger wie Rotkehlchen und Dompfaff kommen gelegentlich zu Besuch und hören, während sie sich flatternd übersprühen, von den geschwätzigen Kohlmeisen die letzten Nachrichten.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 123
Zitationshilfe
„Kohlmeise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kohlmeise>, abgerufen am 18.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kohlkopf
Kohlgemüse
Kohlfuchs
Kohlfeld
Kohlezeichnung
Kohlrabe
kohlrabenschwarz
Kohlrabi
Kohlraupe
Kohlröschen